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Archive for November 2009


Ich war wieder mal mit dem Auto in Wien. Am Parkring musste ich auf die linke Fahrbahn wechseln, um am Schwarzenbergplatz abbiegen zu können. Da fuhr eine Taxe auf eben dieser Fahrbahn – hinter mir. Ich setzte den Blinker, um meinen Fahrbahnwechseln zu signalisieren. Und was tut diese unmögliche Taxifahrerin? Natürlich geht sie aufs Gas und lässt mich nicht rüber. Demonstrativ! Im letzten Moment hab ichs dann noch geschafft, hinter ihr die Spur zu wechseln. Am Ende der Schwindgasse liess sie ihren Fahrgast aussteigen. Mein „Du dumme Kuh“ hat sie natürlich ignoriert. Ich denke, sie war keine Wienerin…

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Carl Michael Ziehrer, der Dieb


Gestohlen hat er – schamlos. Und mit dem „Diebesgut“ ist er noch berühmter geworden. Böser Michi. Na, man kann sich drüber streiten, ob es als Plagiat anzusehen ist: Seine berühmte Arie „In lauschiger Nacht“, resp. das Hauptthema des gleichnamigen Walzers Op. 448 beginnt genau gleich wie Johann Strauss‘ Op.209, der Walzer Spiralen. Eigentlich sind nur die ersten zwei Takte identisch, danach gehen die beiden Melodien schnell immer mehr auseinander. Eine gesalzene Rüge des Bühnenbildners des k&k Hofoperntheaters, Franz Gaul, ignorierte Ziehrer und erfreute sich am grossen Erfolg. Johann Strauss war zu dem Zeitpunkt bereits tot. Na, man kann sich nun darüber streiten, ob Ziehrer hier was Verwerfliches gemacht hat oder nicht. Ich persönlich finde den „Klau“ vertretbar, da er erstens minimal ist und zweitens als Ehre an Strauss angesehen werden kann. Schliesslich war er Ziehrers Idol.

Hier die beiden Kompositionen zum Vergleich. Der Strauss-Walzer beginnt bei 1:07 und das „Plagiat“ von Ziehrer bei 1:58

  

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Eine Joseph Lanner Gesellschaft


Heute habe ich eine Internetseite entdeckt von einer 2004 gegründeten  Joseph Lanner Gesellschaft in Wien. War erstaunt, dass es eine Gesellschaft gibt, die sich meinem angebeteten Lieblingskomponisten verschreibt. Viel gibts zwar nicht zu sehen und zu lesen auf der Seite, aber wenigstens weiss ich nun, dass ich nicht der einzige bin, der sich wünscht, dass Lanners Werk aufbereitet und der Komponist allmählich vor der Vergessenheit bewahrt wird.

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Ave Maria – WOW!


Nun, dies hat jetzt nichts mit Wien zu tun, aber es muss hier einfach rein — Soeben bin ich bei Youtube auf das so genannte Caccini-Ave Maria gestossen. Naja, eigentlich habe ich mir „Drawn Together“ angeschaut, die verrückte amerikanische, nicht wirklich jugendfreie Zeichentrickserie. Da kam dieses Ave Maria in einer Szene vor. Google konnte mir sofort weiterhelfen… Ja, ich entdecke wieder mal Musik, wenn auch auf ungewöhnlichen Wegen.

Dieses Ave Maria, in welchem nichts anderes als diese zwei Wörter vorkommen – also nichts von gratia plena und so weiter – ist derart bezaubernd, dass es mich nach den ersten paar Tönen völlig ergriffen hat. Fälschlicherweise wird das Stück Giulio Caccini (1545-1618) zugeschrieben. In Wahrheit handelt es sich aber um den wenig bekannten russischen Komponisten Vladimir Vavilov (1925-1973).

Man höre und schwelge:

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Expensnoten


Ich habe einen neuen Walzer entdeckt. Nun ja, gekannt hab ich ihn an sich schon. Aber wie das oft so ist – bei mir jedenfalls – hört man sich die Komposition mal an, findet sie nett, hört die CD zuende und lässt sie dann wieder im Regal verschwinden. Und nun hab ich diesen Walzer neu für mich entdeckt. Ich hab wohl einfach mal genauer hingehört als bisher.

Schöpfer ist Josef Strauss, der Name des Walzers „Expensnoten“, Op.194. Und hier zeigt sich mal wieder: In der Einfachheit liegt der Reiz. So höre man sich das Hauptthema an… und geniesse. Ebenso bezaubernd sind die darauf folgenden Walzerteile.

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Barocker geht nicht


Heute zog es mich wieder mal nach Einsiedeln. Nicht wegen der schwarzen Madonna, denn besonders religiös bin ich nicht. Nein, mich zieht die Stiftskirche immer wieder magisch an. Schon in meiner Kindheit fuhren wir immer mal wieder in den Wallfahrtsort, und der Besuch der Kirche war jeweils der Höhepunkt. Es handelt sich um eine der überwältigendsten Barockkirchen, die es gibt. Nur wenige Kirchen können mit jenem Überfluss mithalten (zb. die Wies, Ottobeuren, Melk oder Zwiefalten), den einen in Einsiedeln mit offenem Mund dastehen lässt. Und dass die Kirche in meiner Heimat steht, macht mich stolz 🙂

Ich bin mit barocken Kirchen aufgewachsen und habe auf der ganzen Welt schon hunderte prächtige Gotteshäuser aus dem 17. und 18. Jh. besucht. Doch von allen ist und bleibt für mich die Einsiedler Stiftskirche die prächtigste und spektakulärste. Abgesehen von der atemberaubenden Ausstattung hebt sich die Kirche allein mit ihrem einmaligen Grundriss von allen anderen ab. Dem riesigen Oktogon mit der schwarzen Gnadenkapelle schliesst sich das Hauptschiff an. Der Chor ist fast ebenso lang.

Im Vergleich zum österreichischen Barock weist der süddeutsche, wie er in Einsiedeln mit vollster Prachtentfaltung aufwartet, feinere und verspieltere Elemente auf. Die filigranen Stuckarbeiten in Einsiedeln mit ihren femininen Farben (rosa, hellgrün…) verleihen dem riesigen Kirchenraum eine beflügelnde Leichtigkeit, wie man sich gewohnt ist beim vorarlbergischen Kirchenschema, welches der Klosterkirche zugrunde liegt. Die mächtigen Pfeiler, die das Oktogon und den Emporenumlauf tragen, scheinen sich gegen oben hin mit dem Himmel vereinen und sich in der ganzen göttlichen Glorie mit auflösen zu wollen.

Und dann diese Deckengemälde! Cosmas Damian Asam hat hier ganze Arbeit geleistet. Und was seh ich auf den Beschreibungen zu den zahlreichen Seitenaltären? Diego und Carlo Carlone waren hier ausgiebig am Werk. Carlo C. hat in Wien und Umgebung ebenfalls an mehreren Orten gewirkt (Hofburg, Schloss Esterhazy, Schottenkirche, Belvedere, Schloss Hetzendorf, Kirche am Hof).

Ich könnte Stunden in dieser Kirche verbringen. Irgendwann fängt es hinten im Oktogon an zu beten. Eine Gruppe Frauen arbeitet den Rosenkranz lauthals zur Schwarzen Madonna in der Gnadenkapelle ab. Irgendwie passt’s… Welch ein Jammer, dass es nicht erlaubt ist, in der Kirche zu fotografieren. Ich hab das Verbot trotzdem mal ignoriert und diskret ein paar Schnappschüsse gemacht – freilich von schlechter Qualität, da mit meiner alten Kompaktkamera geschossen. Natürlich kommt die wahre überwältigende Pracht auf den schlechten Bildern nicht annähernd so rüber, wie wenn man das alles mit eigenen Augen betrachtet.

Stiftskirche Einsiedeln

Stiftskirche Einsiedeln

Klosterkirche Einsiedeln

Stiftskirche Einsiedeln

Kuppelfresko
Kuppelfresko
Oktogon

Oktogon

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Wien bangt um ein Stück altehrwürdige Kaffeehauskultur. Das Café Ritter im 6. steht vor dem Aus. Grund sind Schulden in sechsstelliger Höhe wegen versäumter Mietzinszahlungen. Sicher, wenn das Café Ritter verschwindet, klafft an der Mariahilfer Strasse eine grosse Wunde, gehört es doch seit 142 Jahren zu den ganz besonders authentischen Kaffeehäusern Wiens.

Ich möchte auf keinen Fall von Schadenfreude reden, aber wenn man sich die grantige Oberschaft und die hygienischen Zustände in dem Lokal mal so ein bisschen ins Gedächtnis holt, so kann man diskutieren, ob dem Betreiber der Untergang seines Lokals nicht ein Stück weit recht geschehe.

Die Unfreundlichkeit hat in keiner Weise mehr etwas mit der klassischen Kühle zu tun, mit der die Ober in den Wiener Kaffeehäusern traditionell auftreten und die ich persönlich mag und schätze. Wie man als Gast im Café Ritter manchmal behandelt wird / worden ist, grenzt an Unverschämtheit. Und dafür war das Café Ritter auch stets berüchtigt. Ideal wäre ein Fortbestehen des wunderschönen Kaffeehauses mit neuem Betreiber und neuer Besatzung.

Café Ritter

Café Ritter

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Einfallsloses Neujahrskonzert?


Für mich selbstverständlich ein Muss: Völlig wurscht, wann ich vom Sylvestern nach Hause komme, um 11.00 lieg ich auf dem Sofa, und im TV läuft ORF mit der Liveübertragung des Neujahrskonzertes. Anstatt für 900 Euro einen Standardplatz im Musikverein zu kaufen, lass ich 1000x lieber die stets sehr gut gestaltete Livesendung mit den zahlreichen Einlagen über die Mattscheibe flimmern.

Nur bin ich oft n’bisschen enttäuscht über das Programm, sprich die Kompositionswahl. Klar, der Donauwalzer und der Radetzkymarsch sind Pflicht am Ende der Veranstaltung. Aber warum besteht der Grossteil aus Strauss-Walzern, die eh schon die ganze Welt kennt? Na, das ist ja nichts Falsches, aber wie oft erklangen die Frühlingsstimmen schon oder die Rosen aus dem Süden. Fast an jedem zweiten N.j.konzert stehen die auf dem Programm. Im Werkverzeichnis der Sträusse schlummern noch hunderte von Walzern und Polkas, die die Welt hören sollte!

Die letzten zwei Jahre (oder warens schon drei?) hat man zudem noch etwas von Hellmesberger reingedrückt. Ein vergleichsweise unbekannter und eher bedeutungsloser Komponist. Mit dem Gottvater des Walzers, ohne den es diese wundervolle Musik in der Form wohl nicht geben würde – Joseph Lanner – wird bei der Programmwahl stets sehr gegeizt. Mit etwas Glück hat vielleicht gelegentlich ein Lanner-Walzer irgendwo noch Platz.

Warum wählt man eigentlich nie einen Ziehrer? Wenn ich mich nicht ihrre, hat es seit der Existenz der Neujahrskonzerte gerade mal eine einzige Komposition von ihm ins Programm geschafft. Wissen selbst die Experten die Genialität dieses Komponisten nicht zu schätzen? Oder ist die einstige feindliche Gesinnung (zumindest seitens Eduard Strauss) bei den Organisatoren noch heute latent vorhanden, die dem Ziehrer seinerzeit entgegenwehte? Viele seiner Walzer haben genauso viel Klasse und Charme als die strauss’schen.

Na, ich bin mal gespannt, was sie uns am 1. Jänner 2010 vortragen. Meiner Meinung nach ist es Zeit für etwas mehr Einfallsreichtum beim Neujahrkonzert der Wiener Philharmoniker.

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Seitenstatistik


Ich liebe es, die Seitenstatistik von Planet-Vienna ausgiebig zu studieren. Nichts ist interessanter, als zu erfahren, woher und mit welchen Suchbegriffen die Besucher kommen, wie sie auf meine Seite gelangen und was sie sich am liebsten anschauen.

Die beiden meistbesuchten Seiten sind die Startseite (was nicht verwundert) und Sisis Bio. Anschliessend kommen die Bezirke und die Ringstrasse gefolgt von der Page mit den Musikfiles. Letzteres verwundert ebenfalls nicht, stehe ich mit dem oft verwendeten Suchbegriff „walzer mp3“ doch als erster bei Google 🙂

Interessant sind auch die Suchbegriffe, die in Suchmaschinen eingegeben werden und dann zu Planetvienna führen. Derzeit führen von den monatlich ca. 14000 Suchphrasen die vier folgenden die Rangliste an: „dein ist mein ganzes herz“, „katakomben wien“, „kirchen in wien“ und „operettentexte“.

Ganz besonders freuen mich die aktuell ca. 250 eingehenden Links alleine von Wikipedia. Die bringen mir reichlich Visitors. Ob die dann bleiben, ist ein anderer Punkt 🙂

Mal sehen, wohin sich Planetvienna noch entwickelt.

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Ach, der Josef Strauss


Ich bin gerade dabei, mich mit der Musik von Josef Strauss ein wenig mehr auseinanderzusetzen. Marco Polo hat eine wundervolle Edition von (fast) sämtlichen Werken des Schani-Bruders im Sortiment.

Josef galt ja als begabter und kompositionstechnisch versierter als sein berühmter Bruder Johann. Ob das nun so empfunden wird oder nicht – mir wird beim erneuten Durchhören der CDs bewusst, welch bezaubernde Passagen mit ungeheurem Melodienreichtum der Josef da aufs Blatt gebracht hat. Die Verspieltheit bei der Instrumentierung und die dynamische Ausdrucksweise seines Oeuvres sind beispiellos. Selbst die unbekannten Walzer und Polkas von ihm warten mit der gewohnten strauss’schen Qualität auf. Ein in meinen Ohren besonders herrliches Beispiel ist Op.143, der Walzer „Petitionen“:

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Ach ja, sämtliche Palais habe ich neulich in der online Version auf eine Kurzform beschnitten. Dasselbe ist derzeit mit den Kirchen im Gange.

Grund dafür ist, dass die Architekturinteressierten, die sich die jeweiligen eBooks kaufen, einen gewissen Mehrwert erhalten. Schliesslich bezahlen sie ja dafür. Die Bilder und Hauptfakten über das jeweilige Objekt sind selbstverständlich weiterhin auf der Page zu finden – wie gesagt halt eben in Kurzform.

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Jaja, zusammen mit den Kirchen ist die Palais-Sektion die stärkste bei Planetvienna und – welche Wohltat für mein Ego – wohl die stärkste dieser Art im ganzen Netz.

Irgendwann hab ich gemerkt, dass an sich jedes alte Gebäude Wiens als Palais bezeichnet werden kann. Aber irgendwo müssen Grenzen gesetzt werden. Wenn es der Wohnsitz einer adligen oder einfach reichen oder angesehenen Person war, dann erachte ich es auf jeden Fall als Palais. Ja, das Dorotheum oder das Equitable beispielsweise tanzen aus der Reihe. Aber ich finde, sie passen in die Kategorie, allein weil sie in Wien als „Palais“ bekannt sind.

Wenn ich in meine to do – Liste gucke, stell ich fest, da mir noch ziemlich viel Arbeit bevorsteht. Da warten derzeit noch rund 20 edle Häuser auf ihre Integration bei Planet-Vienna. An die Arbeit…

Palais Abensberg-Traun

Palais Abensberg-Traun

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Nachdem Planetvienna nun zu einem recht populären Portal herangewachsen ist mit teils über 1000 Besuchen täglich, hab ich mir überlegt, etwas Interaktion in die Page zu integrieren. Zuerst hab ich an ein Forum gedacht, doch war mir das alles zu kompliziert mit der Installation und dem Unterhalt der Datenbank. Da bietet sich ein Blog doch bestens an.

Nun, le voilà. Zum Turboblogger werd ich vermutlich nicht mutieren, aber diese Seiten sollen sich allmählich mit Inhalt füllen, so wie es bei der Mutterseite Planet-Vienna.com in den letzten 7 Jahren geschehen ist.

Immer wieder erhalte ich freundliche Anregungen, Hinweise und Fragen unterschiedlicher Natur von Besuchern aus aller Welt. Mal sehen, ob sich über diesen Blog per Kommentarfunktion auch Besucher zu Wort melden. Ein Zweck dieses Blogs ist es auch, eine gewisse Nähe zu den Besuchern meiner Page, die ich allesamt sehr schätze, zu schaffen.

Aber was soll hier alles rein? Nun, die ursprünliche Funktion eines Blogs ist ja diejenige eines online-Tagebuchs. Der Planet-Vienna-Blog soll dies nur teilweise sein. Das zeigt sich allein an den vorhandenen Kategorien. Unter „Architektur“ werde ich kaum schreiben, dass ich heute in Hundekacke reingetrampelt bin. 🙂 Meine Gedanken und Ideen, die mit irgend einem Wiener (oder auch nicht-Wiener) Thema zu tun haben, werd ich in der entsprechenden Kategorie ablegen.

Na, dann wolln wir mal…

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