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Archive for Dezember 2009

Im Café Savoy


Das Café Savoy am Naschmarkt ist und bleibt eines der tollsten Wiener Cafés, auch wenn es mittlerweile den Charakter eines Szenelokals hat. Nach einer umfassenden, aber sanften Renovation hat sich hier einiges getan… und doch ist alles gleich geblieben.

Ein prächtiger neuer Luster, neue Sitzbankbespannungen, neue Toiletten, saubere Vorhänge (ja, es ist wirklich wahr!) und eine neue Vitrine mit einer ansehnlichen Auswahl an Süssspeisen. Das Savoy ist das Alte geblieben. Hier könnt‘ ich stundenlang hocken.

Café Savoy

Café Savoy, Wien

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Der Ground Zero von Wien


Das Hufeisen Himmelpfortgasse – Kärntnerstrasse – Johannesgasse ist derzeit eine einzige Baustelle. Das Stadtpalais des Prinzen Eugen und das Palais Questenberg-Kaunitz sind vollständig eingerüstet. dazwischen klafft ein gigantisches Loch mitten in der Wiener Altstadt. Peek & Cloppenburg wird hier ein Kaufhaus errichten. Der Plan sieht eine schlichte Fassade vor, die nicht besonders auffallen soll.

Hoffen wirs. Die Kärntnerstrasse wurde schliesslich seit dem Zweiten Weltkrieg schon genug verschandelt und bautechnisch vergewaltigt. Zu ihrer „Prachtmeile“ haben die Wiener peinlich wenig Sorge getragen, und gar mancher Tourist wird schon enttäuscht über das schäbige Pflaster gestolpert sein. Die Kärntnerstrasse ist schon lange nicht mehr das, was sie war und eigentlich sein sollte. Und sie wird es auch nie wieder sein. Schade.

Baustelle an der Kärntnerstrasse

Baustelle an der Kärntnerstrasse

Projekt Peek & Cloppenburg, Wien

Projekt Peek & Cloppenburg, Wien

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Ich sass heute im Café Berg und habe zwei Damen zugehört… Nein, eigentlich interessiert mich das Geplapper anderer nicht, aber ich hab zufällig mitgekriegt, dass die eine ihrer Freundin aus der Zeitung das Programm für das bevorstehende Neujahrskonzert vorgelesen hat.

„Johann Strauss… Josef Strauss… Jacques Offenbach… Eduard Strauss…“

Dann kukckte sie plötzlich überrascht:

„Und was ist denn das? Hand Christian Lumbye… “

Ich musste lachen, da ich überzeugt war, dass dies kommen wird. Einmal mehr zeigt sich wieder, dass gewisse Komponisten so gut wie vergessen und heute weitgehend unbekannt sind. Daher finde ich’s doppelt toll, dass sie diesmal einen Lumbye spielen am Neujahrskonzert.

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Im zweiten Teil der Sissi-Trilogie mit Romy schneider werden Sissi und Franz Joseph zu Königin und König Ungarns gekrönt. Diese Szene wurde ebenfalls in der Wiener Michaelerkirche gefilmt. Die Krönung fand in der Budapester Matthiaskirche statt !

Was hat der Regisseur sich dabei gedacht??

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Sisi und die falsche Kirche


In der Sisi-Trilogie (1. Teil) findet die Hochzeit von Elisabeth und Franz Joseph in der Michaelerkirche statt. Ich frage mich seit jeher, warum diese Schlussszene des ersten Teils nicht in der offiziellen Hofpfarrkirche, sprich der Augustinerkirche, gefilmt worden ist. Dort wurde alle fast kaiserlichen Ehen der österreichischen Monarchie geschlossen. Platz zum Filmen hätte es in der Augustinerkirche genug gegeben.

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Im Café Jelinek


Für mich weist die Wiener Kaffeehauslandschaft nur noch wenige Lücken auf. Sprich, bald hab ich jedes bedeutende Kaffeehaus abgeklappert. Asche auf mein Haupt; erst heute habe ich’s zum ersten Mal ins Café Jelinek im 6. geschafft. Und es fehlt auch bei Planet-Vienna.com, aber das dürfte sich bald ändern.

Was für ein Erlebnis. Soviel Patina in einem einzigen Raum sucht in ganz Wien ihresgleichen. Vor mindestens 50 Jahren ist hier die Zeit stehen geblieben. Schauspieler Hans Michael Rehberg sass am Fenster und qualmte die Bude voll. Das Café wird gerne von Schauspielern und solchen, die es gerne mal werden wollen (oder würden), besucht. Im alten Kanonenofen loderte das Feuer. Das Jelinek hat echt was…

Update: Café Jelinek bei Planet-Vienna –> hier

Café Jelinek, Wien

Café Jelinek, Wien

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Zürich ahmt Wien nach


Ich fand’s ja von Anfang an fürchterlich, das MUMOK in Wien, welches wie ein bösartiger hässlicher Tumor im Inneren von Fischer von Erlachs hochbarocken Stallungen – heute Museumsquartier – klotzt, im wahrsten Sinne des Wortes: Ein grauer Klotz. Mehr stellt es nicht dar. Einer von vielen krampfhaften Versuchen, alte Architektur mit neuer zu vereinen. Leider bleibt es in Wien meistens beim Versuch.

Und Zürich, mein geliebtes, vom Krieg gänzlich verschontes Zürich plant nun einen ähnlichen Blödsinn: Das Landesmuseum, ein prächtiger Schlossbau im historistischen Stil von Gustav Gull, soll einen Erweiterungsbau erhalten, der an Hässlichkeit mit dem MUMOK locker mithalten kann. Und noch schlimmer: Er soll an der hinterseite auf dem beschaulichen Platzspitz zu stehen kommen. Somit ist es aus mit dem prächtigen Stadtpark mit der imposanten Kulisse. Wieder mal ein grossartiger Coup der Stadtplanung.

Naja, noch ist es ja nicht beschlossene Sache. Die Entscheidung liegt beim Volk. Glücklicherweise zeichnet es sich ab, dass die Mehrheit der Bevölkerung gegen dieses unsägliche Bauvorhaben ist. Hoffen wir das Beste. Da wären mir ein paar Minarette tausendmal lieber! 🙂

Landesmuseum Zürich

Projekt Landesmuseum Zürich

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