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Archive for Januar 2011


Man kennt den Platz vor der Albertina als luftige Fläche mit dem eigenwilligen Judendenkmal von Alfred Hrdlicka. Auf einer eher wenig beachteten Gedenktafel wird an den Philipphof erinnert, der hier einst protzte. Kaum jemand unter den tausenden von Touristen, die täglich über den Platz gehen, ahnen, dass sie über Leichen gehen. Karl König erbaute 1884 den prächtigen Monumentalpalast zwischen Albertina und Lobkowitzplatz.

Als am 12. März 1945, kurz vor Kriegsende, ein Bombenhagel auf die Wiener Innenstadt niederging suchten viele Menschen schutz in den als sicher geltenden Luftschutzkellern des Philipphofes. Doch dieser wurde schwer getroffen, stürtzte in sich zusammen und begrub die Schutzsuchenden tief unter sich. die über 300 Toten wurden nie geborgen und liegen noch heute unter dem Platz vor der Albertina. Im Oktober 1947 wurde die Ruine des einstigen Wohnpalastes abgetragen. Aus Pietätsgründen wurde der Platz nicht mehr bebaut, sondern zum Gedenken der Toten und der verfolgten Juden ein Denkmal errichtet.

Mit dem Philipphof verschwand ein prächtiges Gebäude aus dem Stadbild des kaiserlichen Wien.

Der Philipphof

Der Philipphof

Philipphof, Wien

Philipphof, Wien

Philipphof um 1898

Philipphof um 1898

Ruine des Philipphofes nach der Bombardierung

Ruine des Philipphofes nach der Bombardierung

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Ich war jetzt zum 4. Mal im Hotel Geblergasse. Ich wählte das Hotel wieder, weil ich mit dem Auto unterwegs war und ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis wollte. Zudem wusste ich bereits, was mich erwartete. Man kann in der Umgebung kostenlos parken (wenn man eine freie Lücke findet). Ich war bisher immer recht zufrieden mit allem. Das Haus ist zweckmässig eingerichtet, unspektakulär, aber sauber und gepflegt, wenn auch etwas monoton und steril. Der untere Teil der Geblergasse ist recht trist und öd. Aber man ist zu Fuss in 5 Minuten bei der U6 Alserstrasse und bei der Strassenbahn zum Schottentor.

Ich hatte diesmal ein sehr kleines Einzelzimmer (Nummer 215) auf Seite Geblergasse. Fühlte mich jedoch ganz wohl darin. Fernseher war da, ein Safe und eine schnelle, kostenlose Internetverbindung für den Laptop. Am Morgen ist es auf der Geblergasse ziemlich laut – Güterumschlag, Verkehr und Fiaker, die zur Arbeit fahren. Über das Frühstück kann ich nix sagen, weil ich es nicht gebucht hatte. An der Reception war man freundlich und unkompliziert.

Ich war diesmal zwar sechs Nächte da, aber es ist eher ein Hotel für einen Kurzaufenthalt, weil der langfristige Wohlfühlfaktor fehlt. Für unkomplizierte Leute, die aufs Budget achten wollen, mit dem Nötigsten zufrieden sind, es aber sauber und gepflegt mögen, ist das hotel Geblergasse sicher eine geeignete Wahl.

Hotel Geblergasse - Einzelzimmer

Hotel Geblergasse - Einzelzimmer

Hotel Geblergasse - Einzelzimmer

Hotel Geblergasse - Einzelzimmer

Hotel Geblergasse - Einzelzimmer / Bad

Hotel Geblergasse - Einzelzimmer / Bad

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Es ist nicht nur eines der prächtigsten Wiener Kaffeehäuser – hier trifft man auf echtes, unverfälschtes Wiener Vorstadtleben. In den reich stuckierten und mit schön bemalten Leinwänden ausgestettete Kaffeehaus treffen sich viele alte Herren zum Lautstarken Kartenspiel. Keinen stört’s wenn hinter der Theke der grantelnde Ober sich mit einer Kollegin laut streitet, denn auch in der Herrenrunde wird’s gelegentlich mal laut. Irgendwie ist die Welt hier einfach in Ordnung.

Café Ritter, Ottakring

Café Ritter, Ottakring

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