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Archive for November 2011


Das Hotel Kummer ist gewiss eines der schönsten Häuser in Mariahilf und Neubau und wohl das markanteste an der Mariahilfer Strasse. Top gelegen direkt über einer U-Bahnstation an der Einkaufsmeile, und die Innenstadt ist zu Fuss erreichbar. Die Lobby, das Treppenhaus, es ist wunderschöne Architektur des 19. Jahrhunderts und top instand gehalten. Der Empfang war ausserordentlich freundlich. Das Frühsstücksbuffet vom Feinsten! Und es hatte mehr als genug Platz, was in vielen anderen Hotels nicht der Fall ist.

Das Zimmer hat mich nicht so überzeugt. Es war ein ziemlich kleines Doppelzimmer. Das Bett neigte sich auf einer Seite, was den Schlafkomfort beeinträchtigte. Das Zimmer war zur Hälfte sehr hübsch eingerichtet (Lampen, Stühle, Tapeten). Der Kasten aber sah aus wie vom Sperrmüll mitlaufen gelassen. Der in die Jahre gekommene Röhren-TV nahm ziemlich viel Platz ein. Leider lag auf den Lampen und vor allem auf den Türrahmen eine dicke Staubschicht. Schade. Und die Wände waren sehr hellhörig. Der Toilettengang des Nachbarn und dessen Schnarchen blieb alles andere als ein Geheimnis.
Das Bad hatte eine angemessene Grösse und war modern und komfortabel.
Ein grosser Mangel ist die zwar tadellos funktionierende Hispeed-Internetverbindung von Swisscom, die jedoch unverschämte 27 EUR kostet für 24 Stunden. Warum um alles in der Welt schafft es ein so populäres Hotel nicht, einen eigenen Internet-Zugang zu installieren, der für die Gäste kostenlos benutzbar ist? Das wäre Kundenservice sondergleichen. Die billigsten Pensionen bringen sowas fertig. Auch hier: Schade!

Dennoch würde ich das Hotel – vielleicht bedingt – weiterempfehlen. Gleich nebenan befindet sich überigens das Café Ritter, eines der klassischsten Wiener Kaffeehäuser, das zwar lange einen schlechten Ruf hatte wegen schmuddeliger Verhältnisse und rüpelhafter Ober, doch hat sich das offenbar gebessert.

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Ist das nicht phänomenal?! Als so genannte „typische gesellschaftliche Praxis“ ist die Wiener Kaffeehauskultur am Donnerstag, 10. November 2011, in die UNESCO-Liste der nationalen immateriellen Kulturgüter aufgenommen worden. Neben der Ballkultur und der Heurigenmusik ist die Kaffeehauskultur das dritte immaterielle Wiener Erbe auf dieser Liste. Freude herrscht.

Über die Kaffeehäuser und deren Kultur hat Planet-Vienna eine grosse Sektion: hier Klicken

Café Ritter, Wien Ottakring

Café Ritter, Wien Ottakring

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Ich war heute auf dem Zentralfriedhof und habe folgende Inschrift entdeckt:

Grabinschrift Zentralfriedhof, Wien

Grabinschrift Zentralfriedhof, Wien

Auf dem Stein hat sonst nichts gestanden. Kein anderes Wort. Keine Jahreszahl. Kein anderer Name. Das hat mich sehr bewegt. Was steckt dahinter? Vielleicht eine ausserordentlich tragische Geschichte? Ein trauriges Schicksal? Es klingt, als wäre jemand erleichtert gewesen, dass zwei Menschen von der Welt gegangen sind. Und dann noch das Wort „Mama“, welches an sich mit Liebe und Zuneigung assoziiert ist. Ich war sehr berührt und bin es immer wieder, wenn ich das Bild sehe.

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