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Archive for April 2012


Es erging mir wie mehreren anderen Gästen, die online Bewertungen über das Hotel Regina abgegeben haben: Ich habe das Hotel Royal an der Singerstrasse gebucht, erfuhr dann aber kurzfristig, dass ich wegen eines „Buchungsfehlers“ im Regina untergebracht sei, das mit dem Royal und dem Grabenhotel zur Kremslehner-Gruppe gehört. Zwar kannte ich das Regina schon und war bereits damals zufrieden mit dem Hotel, war aber dennoch reichlich angesäuert, weil ich bewusst das Royal gebucht habe wegen seiner Lage.

Habe dann ein nettes, geräumiges Zimmer erhalten, das jedoch in einen engen Lichtschacht zeigte. Enttäuschung. Da die Klimaanlage (vermeintlich) nicht funktionierte, fragte ich nach einem anderen Zimmer und erhielt eines im nördlichen Seitenrisalit direkt im Dachstuhl. Das Zimmer gefiel mir sehr gut aufgrund seines langgezogenen, interessanten Grundrisses. Geräumiges Bad, alles hell und nett eingerichtet. Ich blieb da die erste Nacht.Trotzdem verlangte ich wegen des Buchungsfehlers am nächsten Tag eine Entschädigung. In der Folge erhielt ich das nach Aussagen des Receptionisten beste Zimmer des Hauses. Und ich denke, das war es auch. Man brachte mich im mittleren Raum der ehemaligen Beletage unter, ein riesenhaftes Prachtzimmer, in dem ein Einfamilienhaus Platz hätte. Prächtige Stuckdecke, zwei Jugendstilluster, ein Doppelbett mit Baldachin, riesiges Bad mit grosser Eckbadewanne, separate Toilette, eine Sitzgruppe, Schrank, Schreibtisch und: Ein alter Bösendorfer Flügel (wohlbemerkt total verstimmt und fast unspielbar). Das ganze Interieur inklusive Parkettboden dürfte original sein aus jener Zeit. Was nämlich kaum einer weiss: Das Hotel Regina ist im ehemaligen Palais Angereruntergebracht, das repräsentative Haus von Johann Angerer, ein schwerreicher Wiener Bürger des ausgehenden 19. Jahrhunderts.Ich wohnte also ganz allein im wichtigsten Repräsentationsraum dieses Palastes aus dem 19. Jahrhundert, original erhalten. Kurz: Ein Traum für jeden, der sich mal wie ein adliger Wiener aus Johann Strauss‘ Zeiten fühlen will. Das entschädigte mich für das Malheur zu Beginn. Dazu gabs als weitere Wiedergutmachung eine ganze Franz Joseph Torte ins Zimmer serviert. Eine kostenlose Checkout-Fristerstreckung von 2 Stunden wurde mir auch gewährt. Ich bedanke mich beim Personal und bei den Kremslehners für all dieses grosszügige Entgegenkommen.Das Personal im Regina ist freundlich und war wirklich sehr bemüht, meinen Gram über die verpatzte Buchung zu tilgen. Frühstücksbuffet ist reichhaltig und gut (ausser der von anderen Bewertern ebenfalls bemängelte fade Konservenfruchtsalat). Was das Zimmer betrifft, hat mich nur eins gewundert: Es war ein einziges Duschgel-Fläschchen da. Beim Saubermachen wurde es nicht ersetzt.

Das ganze Haus versprüht einen altmodischen Charme, leicht angestaubt, aber gerade das macht den Reiz aus. Ich persönlich kanns guten Gewissens weiterempfehlen. Beim nächsten Mal werde ich alles dran setzen, wieder dieses einmalige Traumzimmer zu kriegen.

Bestes Zimmer im Hotel Regina

Bestes Zimmer im Hotel Regina

Bestes Zimmer im Hotel Regina

Bestes Zimmer im Hotel Regina

Bestes Zimmer im Hotel Regina

Bestes Zimmer im Hotel Regina

Bestes Zimmer im Hotel Regina

Bestes Zimmer im Hotel Regina

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