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Archive for Januar 2013


Das verschlägt einem normal denkenden Menschen mit gesundem Verstand die Sprache. Wie kann ein Dorfpfarrer ungestraft in seinem Pfarrblatt einen solch abscheulichen Inhalt verbreiten (siehe Bild)? Pfarrer Karl Tropper vom südsteirischen St. Veit am Vogau hetzt bekannterweise regelmässig aufs Verachtlichste gegen homosexuelle Menschen und schafft es damit jeweils in die Medien. Sein neuster Rundumschlag: In der Januar-Ausgabe des St. Veiter Pfarrblattes ist auf Seite 13 die pure Verhetzung zu lesen, insbesondere im unteren Artikel. Hier heisst es wortwörtlich (mit Verweis auf kreuz.net !):

„Die Zahl der Neuinfektionen mit HI-Virus, der Aids auslöst, sinkt weltweit – aber nicht bei den Homo-Perversen.“

„Bei den Sodomisten steigt die Zahl der Infizierten weiter an…“

„Im Jahr 2001 waren 8 Prozent der Homo-Gestörten in den Vereinigten Staaten mv-infiziert.“

„Auch in Spanien, Chile… sind mehr als 15 Prozent der Widernatürlichen HIVSeuchenträger.“

Wie ist es möglich, dass so ein Mensch auf eine Gemeinde von Gläubigen losgelassen werden darf? Die Vorstellung, wie diese Person vorne in der Kirche in salbungsvollen Worten von Nächstenliebe predigt und gleichzeitig so widerliches Gedankengut in einem Pfarrblatt (!) verbreitet, entbehrt jeglichen Kommentars. So ein „Gottesmann“ will glaubwürdig sein? Was denken und sagen die Menschen in der Pfarre, welche das Blättchen erhalten und lesen (es sind immerhin um die 2500 Haushalte)? Wie darf sowas geschehen in einer Zeit wie der heutigen? Das hat die Gefilde der Meinungsfreiheit bei weitem überschritten. Hallo Österreich?

Dem sauberen Pfarrer Tropper gehört rechtlich das Handwerk gelegt. Dazu hat sich mittlerweile eine Initiativgruppe gebildet, welcher ich von ganzem Herzen viel Erfolg bei ihrer Mission wünsche. Gleichzeitig sei Diözesanbischof Egon Kapellari, Graz-Seckau, dringend dazu ermutigt, diese Person ihres Amtes zu entheben, auch im eigenen Interesse. Menschen wie Tropper fügen der ohnehin angeschlagenen Kirche weiteren erheblichen Schaden zu. Andererseits kennt man ja mittlerweile die Kuschelpolitik von den Diözesen: Man wird wohl bestenfalls das „Gespräch mit Herrn Pfarrer Tropper“ suchen.

UPDATE 1: Und hier wird die hässliche Fratze dieses katholischen Teufels besonders deutlich.

UPDATE 2: Immerhin etwas. (Artikel in der Kleinen Zeitung)

Pfarrer Karl Tropper

Die Hetze von Pfarrer Karl Tropper

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Würde ich eine Reise ins Wien des ausgehenden 19. Jh. machen können, wäre er der erste, den ich aufsuchen und um ein Autogramm und mehr bitten würde: Carl Michael Ziehrer ist das menschgewordene Wien. In keiner Musik lebt die Stadt so authentisch in Klang auf, wie in derjenigen vom Ziehrer. Der sympathische Mann hat meine allerhöchste Verehrung.

Ein spontaner Schnellschuss war meine Idee, 22 seiner schönsten Walzer aus dem riesigen Oeuvre zu picken und auf dem Klavier in eigenen Versionen wiederzugeben. Das Resultat gibt’s bei Youtube.

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Franz Lehár ist für mich mit Abstand der grossartigste Komponist der silberenen Operettenära. Ich vergöttere seine Musik geradezu. Das Vilja Lied aus seiner berühmtesten Operette "Die lustige Witwe" gehört zu den rührendsten und emotional bewegendsten Schöpfungen. Da musste ich mich einfach hinsetzen... und spielen.

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Plötzlich ging mir der Kupelwieser Walzer von Franz Schubert durch den Kopf. Schon ewig habe ich ihn nicht mehr gehört. Trotzdem hab ich mich ans Klavier gesetzt und versucht, anhand der Fragmente, die mir geblieben sind, so eine Art Mischung aus Kupelwieser Walzer und Improvisation zusammen zu schustern. Dazu ein paar Bilder von daheim – und fertig war der kleine musikalische Beitrag.

 

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Verwunderung, Überraschung und Erleichterung machte sich breit, als Anfang Dezember das pseudo-katholische Hetzportal Kreuz.net über Nacht dicht machte und aus dem WWW verschwand. Offenbar war der Druck durch die engagierte Arbeit von Stoppt Kreuz.net auf die feigen anonymen Betreiber des Hassforums zu gross geworden. Weniger verwundert war man, als gut einen Monat später eine Nachfolgerseite von kreuz.net auftauchte. Kreuz-net.at ist von der Aufmachung her mit der Vorgängerseite fast identisch. Einzig das Teufelsrot ist mit einem unschuldigen Tannengrün ersetzt worden, die bisherigen Inhalte sind jedoch alles andere als unschuldig, da im typischen kreuz.net-Jargon abgefasst. Auch hier in Worte gefasster Brechdurchfall. Homosexuelle Menschen werden als «Sodomiten» bezeichnet, das renommierte österreichische Blatt «Der Standard» als projüdisch und antikatholisch bezeichnet.

Die braune Spur aus Wien
Einen grossen Unterschied zu kreuz.net gibt es dennoch: Im Impressum zeichnet eindeutig ein gewisser Günther Schneeweiss-Arnoldstein für die neue Homepage verantwortlich, ansässig an der Weihburggasse 29 in Wien 1. Schneeweiss-Arnoldstein ist alles andere als unbekannt, geschweige denn ein unbeschriebenes Blatt. Er gehört wie die Kreuz.net-Macher und deren Anhänger und Kumpanen zur braunen Brut. Im Internet finden sich allerlei Spuren dieses rechtsextremen Herrn, der offen Antisemitismus schürt, den Holocaust leugnet und Homosexuelle beschimpft. Kostproben seiner Bestrebungen sind mitunter auf der ebenfalls von ihm betriebenen Seite couleurstudent.at zu lesen. Die hasserfüllte Seite strotzt nur so von hetzerischem Inhalt gegen Juden und Homosexuelle.

Experten sehen hinter kreuz-net.at nicht etwa das offizielle Nachfolgeprodukt von kreuz.net, sondern vielmehr das Projekt eines Trittbrettfahrers, der die Bekanntheit des geschlossenen Hetzportals für seine Zwecke nutzen und Aufmerksamkeit erregen will. Dies ist ihm bisher bestens gelungen.

Gloria.tv würdigt den homophoben Antisemiten
Ordentlich ins eigene Fleisch hat sich indes das katholische Video-Portal Gloria.tv geschnitten, nachdem dessen Sprecherin Eva Doppelbauer („Laudetur Jesus Christus“) am 7. Januar in den Videonachrichten (Beitrag hier: http://gloria.tv/?media=381164) das Bestreben Schneeweiss-Arnoldsteins würdigte und den rechtsextremen Hetzer als «mutigen Katholiken» bezeichnete. Die Aktion «Stoppt Kreuz.net» appelliert nun an die Kirchenvertreter zu handeln und sich explizit von Gloria.tv zu distanzieren. Der bezüglich Kreuz.net in den Blickpunkt geratene konservative Pfarrer Guido Rodheut von Herzogenrath hat bereits reagiert und die Verlinkung zu Gloria.tv von der Pfarreihomepage entfernen lassen sowie die sofortige Löschung eines auf dem Portal publizierten Interviews beantragt (Anmerkung: Andere mögen es ihm umgehend gleichtun!).

Dass Gloria.tv auf solche Weise mit Schneeweiss-Arnoldstein sympathisiert, ist einmal mehr bezeichnend dafür, welche Ziele das Video-Portal verfolgt. Vor allem unter den Kommentatoren hat sich in jüngster Zeit zunehmend eine deutliche Kreuz.net-Haltung manifestiert, sowohl im Gedankengut als auch in der Wortwahl. Gloria.tv rückt derzeit immer mehr in den Fokus von Organisationen wie «Stoppt Kreuz.net», denn das Portal, das unter dem verheissungsvollen Motto „Je katholischer desto besser“ agiert, birgt alleine durch seine beachtliche Bekanntheit ein erhebliches Gefahrenpotenzial für weitere Menschenverachtung und Verhetzung unbescholtener Menschen. Mehrere Gloria.tv-Kommentatoren machen keinen Hehl daraus, einst bei Kreuz.net rege mitgehetzt zu haben.

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