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Archive for Juni 2014


War begeistert vom Mercure Secession. Es gab ein Missverständnis bei der Buchung über ein Hotelportal, was vom freundlichen Personal sehr schnell und zufriedenstellend gelöst worden ist. Wir haben ein sehr schönes grosses Privilege-Zimmer auf der Seite Lehargasse erhalten, an dem es rein nichts auszusetzen gab – abgesehen vom zeitweise instabilen Internet.

Etwas unpraktisch fand ich, dass es keine Nachtglocke gab. Man musste entweder warten, bis der Portier von seiner Runde durchs Hotel zurück ist oder ihn anrufen. Frühstück haben wir nicht beansprucht, weshalb ich hierzu nichts sagen kann.

Ich würde das Hotel Mercure Secession jedem weiterempfehlen, der für einen moderaten Preis ein angenehmes Hotel an sehr zentraler Lage sucht (nur wenige Schritte vom Naschmarkt weg).

 

Hotel Mercure Secession

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Der Titel dieses Beitrags besteht aus sehr provokativen Ausdrücken. Aber was es damit auf sich hat, soll folgender Zeitungsartikel erläutern. Das Türkenmotiv und die so genannte „Judensau“ sind zwei sehr aussagekräftige Symbole aus alter Zeit. Sie sollen heute mahnen zu interreligiösem Verständnis, zu Toleranz und ganz einfach zum Frieden. In etwa so sie die gotische antisemitische Judentafel am Wiener Judenplatz, die aus eben diesen Gründen dort belassen worden ist.

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Die einzig «richtige» Religion

Ein abgetrennter Türkenkopf an der Oswaldkirche im Schweizerischen Zug fällt kaum ins Auge, spricht aus historischer Sicht jedoch Bände. Und was hat der tote Muselman mit einer «Judensau» gemeinsam?

Zug (Schweiz) – Viele Menschen sind überzeugt, dass es ohne Religion weniger Kriege gäbe. Der ewige Streitpunkt: Welche der fünf Weltreligionen ist die «richtige»? Welcher Gott oder welches Abbild des Allmächtigen entspricht der (vermeintlichen) Wahrheit? Nehmen wir das Beispiel des Christentums, weil es in unseren Breitengraden die vorherrschende Weltreligion ist. Schauen wir genauer hin, entdecken wir uralte Hinweise, dass sich das Christentum seit jeher für die einzig «richtige» Religion gehalten hat. Es sind kleine, von Laien meist gar nicht erkennbare «Seitenhiebe» an andere Glaubensbekenntnisse. Sie haben ihren Niederschlag zahlreich in der Kunst gefunden.

Zug – Viele Menschen sind überzeugt, dass es ohne Religion weniger Kriege gäbe. Der ewige Streitpunkt: Welche der fünf Weltreligionen ist die «richtige»? Welcher Gott oder welches Abbild des Allmächtigen entspricht der (vermeintlichen) Wahrheit? Nehmen wir das Beispiel des Christentums, weil es in unseren Breitengraden die vorherrschende Weltreligion ist. Schauen wir genauer hin, entdecken wir uralte Hinweise, dass sich das Christentum seit jeher für die einzig «richtige» Religion gehalten hat. Es sind kleine, von Laien meist gar nicht erkennbare «Seitenhiebe» an andere Glaubensbekenntnisse. Sie haben ihren Niederschlag zahlreich in der Kunst gefunden.

Wir finden an der Königspforte der Zuger Oswaldkirche ein klassisches Beispiel. Die linke der drei grossen Figuren zeigt Sankt Oswald, wie er den walisischen König Cadwallon ap Cadfan erdolcht. Dieser hatte sich laut Geschichtsschreibung zwar ursprünglich zum Christentum bekannt, war aber mit Heiden verbündet. Hier eine erste Symbolik: Das Christentum (Oswald) siegt über das Heidentum (Cadwallon). Die erwähnte klassische und gleichsam «perfidere» Aussage dieser in Stein gemeisselten Szene liegt in der Konsole. Sie zeigt den Kopf eines turbantragenden Türken, also eines Muselmanen. Kurzum: Das Christentum besiegt also nicht nur die Ungläubigen, sondern auch den Islam. Und der Islam war in der Geschichte stets die grösste religiöse Bedrohung des Christentums. Eine pikante Begebenheit rankt sich hierbei um das Wappen von Adolf Graf von Schwarzenberg. Die um 1594 von den Türken eingenommene Festung Raab (heute das ungarische Györ) wurde unter Führung des christlichen Grafen um 1598 zurückerobert. Als Zeichen der Anerkennung durfte sein Familienwappen um einen Raben ergänzt werden, der einem abgetrennten Türkenkopf die Augen auspickt. Zahlreiche Adelswappen in Österreich-Ungarn wurden einst mit dem Motiv des abgeschlagenen Türkenkopfes ausgestattet.

Aus heutiger Sicht sind Darstellungen wie diejenige an der Oswaldkirche alles andere als unbedenklich, wo ja ethnische und religiöse Unterdrückung in vielen fortschrittlichen Ländern rechtlich verfolgt werden. Dass solche Symbolik Skandalpotenzial birgt, zeigte sich im Frühjahr 2013 in Regensburg. Am dortigen Zieroldsplatz steht die Statue Ritter Johanns von Österreich, der 1571 die Schlacht von Lepanto gewonnen hatte. Als triumphierender «Retter des Abendlandes» ruht Johanns linker Fuss auf einem abgeschlagenen Türkenkopf. Auch hier die Botschaft: Das Christentum hat den Islam besiegt. Ein junger Mann protestierte 2013 drei Stunden lang lautstark gegen diese Figur und verursachte auf dem Sockel stehend – einen Polizei- und Feuerwehreinsatz.

Wo wir schon beim Thema sind, sei mir an dieser Stelle ein kleiner Exkurs erlaubt zu einem besonders bedenklichen Symbol, welches von ähnlicher Charakteristik wie der abgeschlagene Türkenkopf ist, jedoch erst recht nach den Gräueln des Holocausts als eine besonders verstörende Darstellung wahrgenommen wird: die Judensau. Im Mittelalter erlebte die Judensau in der christlichen Sakralkunst ihre Hochblüte. Es ist ein (als unrein geltendes) Schwein, an dessen Zitzen Juden wie Ferkel saugen. Abwandlungen zeigen Juden, die auf der Sau reiten, das Gesicht dem After des Tieres zugewandt, aus dem Urin spritzt. Die Judensau diente als extrem aggressives christliches Spottbild gegenüber dem Judentum, für das ein «guter Christ» nur Hohn und Demütigung übrig haben sollte. Von den einst zahllosen Judensäuen, die in und an christlichen Kirchen in Europa zu finden waren, haben nur etwa 30 Exemplare die Zeit bis heute überdauert. Eine Judensau am Taufstein des Basler Münsters wurde in den 90er-Jahren vom damaligen Pfarrer entfernt. Heute darf oder sollte man Symbole wie die Judensau und natürlich auch die Türkenköpfe wie unser Beispiel an der Oswaldkirche als Mahnmal wahrnehmen gegen Intoleranz gegenüber Andersgläubigen und -denkenden.

Türkenkopf

Der Türkenkopf an der Oswaldkirche in Zug

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Heute Samstag, 14. Juni 2014, war erneut der Tag, an dem sich die selbsternannten „Familienschützer“ aus der fundamentalkatholischen rechten Ecke neben dem Stephansdom versammelten, um sich kollektiv der allgemeinen Lächerlichkeit preis zu geben. Als Gegendemo zur alljährlich stattfindenden Regenbogenparade – ein Anlass, der nichts als dem Frieden und dem friedlichen Zusmmenleben von Menschen aller Couleur dient. Der Sprecher der fundamentalistischen Katholiban hiess eine Gruppe glatzköpfiger Neonazis aus Košice herzlich willkommen und dankte ihnen für die Unterstützung. Dies bedarf wohl keines weiteren Kommentares…

Doch wie auch schon vergangenes Jahr schenkte kaum jemand den hetzerischen Parolen der Fundis ein Ohr, ausser die Teilnehmer aus den eigenen Reihen. Was für ein Trauerspiel. Würde der Stephansdom weinen können, hätte er es getan. Grundsätzlich lief alles ähnlich ab wie im vergangenen Jahr (hier nachzulesen).

Katholiban in Wien

Fundamentalistische Katholiken in Wien

Katholiban in Wien

Fundamentalistische Katholiken und willkommen geheissene Rechtsradikale in Wien

Katholiban in Wien

Fundamentalistische Katholiken in Wien

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Die Operette Frau Luna ist die bekannteste von Paul Lincke. Der Berliner Komponist war wahrhaftig begnadet. Leider viel zuwenig kennt man heute noch von ihm. Dieses bezaubernde Walzerlied stammt aus der Szene, in der die vier Berliner Genossen in ihrem Ballon zum Mond fahren.

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Ja, eine provokative Überschrift. Aber wie soll man heutzutage die Gesinnung eines Dorfpfarrers beschreiben, der in seinem Pfarrblatt Homosexualität öffentlich als „pervers, widernatürlich, schwerste Sünde“ bezeichnet und meint, sie gehöre „geheilt“? Unlängst verkündete der ehrenwerte Pfarrer Karl Tropper von St. Veit am Vogau in der Steiermark denselben skandalösen Mist in seinem Kirchenblatt. Pfarrer André Wingen aus Neukirchen an der Wild NÖ stösst nun also ins selbe Horn. Der mediale Aufschrei ist gross – zu Recht! Er könnte meines Erachtens nicht gross genug sein. So einer gehört doch stante pede abgesetzt!? Aber warum auch, er vertritt ja nur die Lehre der Kirche.

Wie lange aber darf sich die Kirche diesen Wahnsinn noch ungestraft erlauben? Wie lange dürfen Menschen wegen ihrer Sexualität noch verurteilt werden? Ich kann dieses unsägliche reaktionäre Gedöns nicht mehr hören, dass nur die Sexualität zwischen Mann und Frau die einzig richtige, „gottgefällige“ sei. Bigott, kleinkariert, ewiggestrig, unbelehrbar und menschenverachtend sind die einzig zutreffenden Begriffe, mit denen man eine solche Gesinnung à la Tropper und Wingen umschreiben kann. Möge Mutter Erde irgendwann von solchen Menschen erlöst sein… Sie sind böse, sie schüren Hass, sie stiften Unfrieden, ohne sie würde die Welt eine bessere, da bin ich sowas von überzeugt! Und der Gipfel bei der aktuellen Sache: Die Diözese St. Pölten stellt sich hinter diesen Pfaffen. Liebe Kirche, wache auf. Du schaufelst dir dein eigenes Grab.

Man vergebe mir meine Direktheit, aber ich kann meiner Wut auf diesen GOTTLOSEN Menschenschlag anders nicht Luft verschaffen…

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