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Archive for the ‘Habsburger’ Category


Heute Montag, 21. November 2016, jährt sich der Todestag des zweitletzten Habsburgerkaisers zum 100. Mal. Zum Gedenken an einen bewundernswerten, ausdauernden, pflichtbewussten, tragischen, aber auch umstrittenen und schicksalbeladenen Herrscher.

Biografie

franz_joseph_i

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Es war weit mehr als nur ein Hauch von k.u.k., der am Samstag, 1. Oktober 2011, das Oktogon der Klosterkirche Muri erfüllte. Wie ein letzter verhaltener Paukenschlag, ein Nachhall der im Jahre 1918 untergegangenen Donaumonarchie, mutete das Begräbnis des letzten Sprösslings des letzten habsburgischen Kaiserpaares an. Das Trauerzeremoniell für den am 6. September im mexikanischen San Angel verstorbenen Erzherzog Felix Habsburg-Lothringen, dritter Sohn des seligen Kaiser Karl I. und Zita von Bourbon-Parma war schlicht und intim, vergleicht man es mit der „schönen Leich“ seines Bruders Otto, dem einstigen Kronprinzen, der im vergangenen Juli mit der traditionellen Pompfünebriererei in der Kaisergruft in Wien nach altem habsburgischem Ritual beigesetzt worden war.

Begräbnis von Erzherzog Felix von Oesterreich in Muri

Begräbnis von Erzherzog Felix von Oesterreich in Muri

Unter den Augen Radbots und Itas
Dafür war das hohe Begräbnis im Freiamt von ganz besonders herausragender Symboltracht und historischer Bedeutung: Ein fast tausendjähriger Kreis schloss sich da, wo sein Ursprung liegt – im Schweizerischen Aargau, im Stammkloster der Habsburger, im beschaulichen Muri. Der Sarg des letzten direkten kaiserlichen Nachkommen stand aufgebahrt über der Grablege der eigentlichen Begründer des habsburgischen Stammbaums: Graf Radbot und seine Frau Ita legten die Grundsteine zur Stammburg bei Brugg und zum Kloster Muri im Jahre 1027. Unter deren Augen – je eine barockisierte plastische Darstellung am Pfeiler gegenüber der Kanzel – fand die Einsegnung des Toten statt.

Versammelter Adel
Selten war in der Schweiz so viel blaues Blut unter einem Dach vereint wie am 1. Oktober 2011 kurz vor elf, als die mächtigen Glocken der Klosterkirche die Trauermesse einläuteten. Felix nächste Angehörige und Verwandte fanden sich ein, sowie zahlreiche geladene adlige Gäste. Mehrere Kirchenbänke waren für die österreichischen Erzherzoginnen und Erzherzöge reserviert.
Angehörige alter Adelsfamilien wie derer von Auersperg, Trautson, Neipperg, Salm, Arenberg oder Schönborn sowie Familienmitglieder der Bourbonen und Stauffenberg gaben sich die Ehre. Auch Prinz Nikolaus von und zu Liechtenstein und seine Gemahlin Margaretha sowie Prinz Friedrich Wilhelm von Sachsen nahmen Abschied vom im hohen Alter von 95 Jahren verstorbenen Kaisersohn. Speziell begrüsste der leitende Geistliche, Abt German Erd von Stams, Grossherzog Henri von Luxemburg und Erzherzog Karl, das aktuelle Familienoberhaupt der Habsburger.
Ohne üppigen Schmuck war der Sarg, der die Urnen von Felix und seiner 1997 verstorbenen Frau Anna-Eugénie Herzogin von Arenberg enthielt, vor dem Volksaltar aufgestellt, flankiert von Kerzenkandelabern und bedeckt mit einem schwarz-gelben Tuch, die Farben der Habsburger. Links uns rechts standen Schützeneinheiten aus Zirl und Südtirol spalier. „Diese haben sich im Ersten Weltkrieg stark für Kaiser Karl eingesetzt und erweisen den Habsburgern auch heute noch besondere Ehre“, erklärt Martin Egli. Der Präsident der Vereinigung Freunde der Klosterkirche Muri hat die Feierlichkeiten organisiert und koordiniert und dabei eng mit den Angehörigen des Verstorbenen zusammengearbeitet. Die Schützeneinheiten gaben der Trauerfeier einen ganz besonderen Kolorit: Ihre traditionellen Trachten mit befederten Tirolerhüten und Kniesocken erinnerten unverkennbar an die Zeiten Kaiser Franz Josephs, wie sie in so manchen historisierenden Heimatfilmen authentisch wiedergegeben werden.

Begräbnis von Erzherzog Felix von Oesterreich in Muri

Begräbnis von Erzherzog Felix von Oesterreich in Muri

Beim Herz von Mutter und Vater
Die Fürbitten wurden von Familienangehörigen gelesen, und zur Kommunion sang der Chor die Schweizer Nationalhymne. Zur anschliessenden Beisetzung schulterten die Schützeneinheiten den Sarg und trugen ihn, gefolgt von den Familienangehörigen, im Kondukt in die benachbarte Loretokapelle beim Kreuzgang, der Familiengruft der Habsburger. Dort verabschiedeten sie sich von ihrem Vater, Grossvater, Onkel, Grossonkel und Schwager. Erzherzog István (Stephan), eines von Felix sieben Kindern und somit Kaiserenkel, zeigte sich zufrieden und dankerfüllt: „Das war eine prachtvolle, eine würdige Zeremonie. Sie ist ganz nach meinen Vorstellungen verlaufen.“
Somit ruht der letzte Kaisersohn in der Gruft der Loretokapelle zu Füssen der massiven Schatulle, welche die kaiserlichen Herzen seiner Eltern enthält – im Kanton Aargau, dem Ursprungsland einer der bedeutendsten Monarchien der Weltgeschichte.

Begräbnis von Erzherzog Felix von Oesterreich in Muri

Begräbnis von Erzherzog Felix von Oesterreich in Muri

Sein Leben
Felix Habsburg-Lothringen wurde am 31. Mai 1916 in Schloss Schönbrunn in Wien als viertes Kind von Kaiser Karl I. und Kaiserin Zita geboren. Nach der Abdankung seines Vaters 1918 verbrachte er seine Kindheit im Exil in der Schweiz, in Portugal und auf der Insel Madeira, wo sein Vater 1922 starb und beigesetzt ist. Danach wohnte Felix mit seiner Familie in Belgien. 1937 zog er zurück nach Österreich, von wo er jedoch nach dessen Anschluss an Nazi-Deutschland wieder fliehen musste. Fortan setzte er sich mit seinem Bruder Otto vehement für ein freies und unabhängiges Österreich ein, erfolglos. 1952 ehelichte er Anna-Eugenie Herzogin von Arenberg, die ihm sieben Kinder schenkte. Er liess sich in Mexiko nieder, wo er sich als Bankier und Wirtschaftsberater betätigte. Vergeblich kämpfte er mit seinem Bruder Carl Ludwig für die Rückgabe des konfiszierten habsburgischen Privatvermögens. Felix weigerte sich, die Verzichterklärung auf Machtansprüche in Österreich zu unterzeichnen, weshalb ihm die Einreise bis 1996 verwehrt blieb. Felix Verhältnis zu Österreich war demzufolge gespalten. Er wünschte sich, in Muri bestattet zu werden und nicht etwa in Wien. Er sah auch davon ab, sein Herz getrennt beisetzen zu lassen, wie es seine Eltern und sein Bruder Otto nach alter habsburgischer Tradition für sich angeordnet hatten. Im hohen Alter von 95 Jahren verstarb Erzherzog Felix in seiner mexikanischen Wahlheimat. Die Todesanzeige nennt seine Adelstitel „Erzherzog von Österreich, Prinz von Ungarn und Herzog von Bar“.

Begräbnis von Erzherzog Felix von Oesterreich in Muri

Begräbnis von Erzherzog Felix von Oesterreich in Muri

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Otto Habsburgs Herz soll nach Ungarn gebracht und dort bestattet werden? Warum das? Sollte es nicht ins Kloster Muri gebracht werden wie bereits die Herzen seiner Mutter Zita und seines Vaters Karl?

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Im zweiten Teil der Sissi-Trilogie mit Romy schneider werden Sissi und Franz Joseph zu Königin und König Ungarns gekrönt. Diese Szene wurde ebenfalls in der Wiener Michaelerkirche gefilmt. Die Krönung fand in der Budapester Matthiaskirche statt !

Was hat der Regisseur sich dabei gedacht??

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Sisi und die falsche Kirche


In der Sisi-Trilogie (1. Teil) findet die Hochzeit von Elisabeth und Franz Joseph in der Michaelerkirche statt. Ich frage mich seit jeher, warum diese Schlussszene des ersten Teils nicht in der offiziellen Hofpfarrkirche, sprich der Augustinerkirche, gefilmt worden ist. Dort wurde alle fast kaiserlichen Ehen der österreichischen Monarchie geschlossen. Platz zum Filmen hätte es in der Augustinerkirche genug gegeben.

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