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Archive for the ‘Kraut und Rüben’ Category


Ein Beitrag aus der «Luzerner Zeitung»vom 29. Juli 2016. Autor: Andreas Faessler

 

Kaum einer wird heute mit dem Venedig des 18. Jahrhunderts so eng in Verbindung gebracht wie Antonio Vivaldi. Das kulturelle Geschehen in der Lagunenstadt drehte sich zu seinen Lebzeiten förmlich um den Genius – es war überdies eine Epoche, in der teils groteske gesellschaftliche Zustände herrschten. Und Vivaldi stand irgendwie immer mittendrin. Am 28. Juli 1741 starb der illustre Musiker. Allerdings nicht etwa in Venedig, sondern in Wien. Eine verhältnismässig kurze Episode in Vivaldis Leben hat zahlreiche Überlieferungen und Anekdoten hervorgebracht, welche die Biografie des Komponisten auf zuweilen amüsante Weise anreichern.

Zum Zeitpunkt von Antonio Vivaldis Geburt am 4. März 1678 trieb das ausschweifende, luxusverwöhnte Leben der reichen Venezianer ebenso eigenartige Blüten wie die  katholische Kirche in der «Serenissima». Nirgends gab es seinerzeit ein so grosses Angebot an Geistlichen wie in Venedig. Statistisch gesehen – so ist überliefert – war jeder 31. Venezianer ein Priester. Dass dies in der vergnügungssüchtigen Stadt aber kaum für eine ausserordentlich hohe Qualität des kirchlichen Lebens sprach, verwundert kaum, denn auch so manch Vertreter des oberen Klerus entsagte dem pompösen Unterhaltungsangebot in der Lagunenstadt nicht. Trotzdem bestand Antonio Vivaldis Vater darauf, dass sein Sohn die kirchliche Laufbahn einschlagen soll, obwohl der kleine Antonio für den Vater, der Berufsmusiker war, bei Auftritten oft als Vertreter  einspringen musste. Antonio hatte schon sehr früh begonnen, Violine zu spielen, und bewies dabei schnell eine aussergewöhnliche Begabung. Kurzum: Papa Vivaldi legte seinem Jungen die Musik faktisch in die Wiege.

«Il Prete Rosso»

Der Wille des geschätzten Vaters aber hatte selbstverständlich Gültigkeit: Antonio empfing bereits im Alter von 15 Jahren die ersten niederen Weihen. Mit
18 Jahren folgte die erste höhere Weihe zum Subdiakon, bald zum Diakon. Seine anschliessende Ausbildung zum Priester erfolgte primär in der Praxis an zwei venezianischen Pfarreien. 1703 wurde Vivaldi im Alter von 25 Jahren zum Priester geweiht. An Santa Maria della Pietà wirkte er als Kaplan – einer von Hunderten in Venedig. Als Priester genoss Vivaldi unter all den anderen allerdings insofern einen gewissen Bekanntheitsgrad, als er mit seinem feuerroten Haupthaar stark aus der Masse hervorstach. Stadtweit kannte man ihn als «Il Prete Rosso» – der rote Priester.
Vivaldis Biografie lässt allerdings den Rückschluss zu, dass er sein Amt als
Geistlicher mit wenig Ehrgeiz ausübte, geschweige denn eine kirchliche Karriere anstrebte. Später wird Vivaldi in einem Brief schreiben, dass es für ihn
aus gesundheitlichen Gründen jeweils ein Kraftakt gewesen sei, eine ganze
Messe abzuhalten. Zeitzeugen hielten fest, dass Vivaldi manchmal sogar mitten in der Messe den Altarraum verliess und sich in die Sakristei zurückzog oder
den Gottesdienst ganz abbrach. Schnell machten Gerüchte die Runde, dem
roten Priester sei wohl einfach die Lust am Zeremoniell vergangen, weil er
anderes im Kopf hatte.

Der Abtrünnige

Diese Mutmassungen waren alles andere als abwegig. Denn Vivaldi war am angegliederten Ospedale della Pietà, Mädchenwaisenhaus und Musikschule zugleich, Violinlehrer. Dieses Amt übte er freilich mit mehr Enthusiasmus und Energie aus. Nach weniger als zwei Jahren seit der Priesterweihe quittierte Vivaldi seine kirchliche Laufbahn und widmete sich gänzlich seinem Dasein als Musiker – Vivaldis wahrer Berufung. Er blieb am Ospedale della Pietà, um später das dortige Mädchenorchester zu leiten. Es dauerte nicht lange, verbreiteten böse Zungen böse Geschichten über Liebschaften und gar zügellose Hurerei des einstigen Priesters. Weltliche Gelüste und der Umgang mit dem anderen Geschlecht seien ihm wohl wichtiger als einst der keusche Dienst am Herrn. Es tat Vivaldis steigender Bekanntheit aber keinen Abbruch, im Gegenteil. Der Komponist erwuchs schnell in einer ungeheuren Schaffenskraft, lieferte Orchesterwerke sowie Opern am Band und übte gar Einfluss auf das evangelische Bach-Imperium nördlich der Alpen aus.

Tod in Wien

Als nach Jahren intensiven musikalischen Wirkens die Nachfrage nach dem
Stil Vivaldis sank, verliess er 1740 seine italienische Heimat, um in der Kulturhochburg Wien sein Glück zu versuchen. Doch scheiterte er in der Kaiserstadt kläglich, verarmte sehr schnell und starb dort als gebrochener, vergessener Mann. Dieses Schicksal wäre dem «abtrünnigen roten Priester» vermutlich erspart geblieben, hätte er die ihm zugedachte Laufbahn gewissenhaft verfolgt. Sein Vermächtnis aber ist dafür umso wertvoller und grandioser, gilt Antonio Vivaldi seit seiner Wiederentdeckung doch als einer der beliebtesten und meistinterpretierten Komponisten des Barock.
Seit 2001 erinnert am Rooseveltplatz in Wien neben der Votivkirche ein von
Gianni Arco entworfenes Denkmal an den venezianischen Meister und einstigen ambitionslosen Pfarrer.

unbenanntMedaillon am Vivaldi-Denkmal in Wien

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Ja, die Lebensqualität in Wien ist sehr gross. Die Hauptstadt Österreichs ist (wiederholt) zur lebenswertesten Stadt weltweit erkoren worden – aus weitgehend nachvollziehbaren Gründen. Aber eben nur weitgehend, also nicht ausschliesslich.

Neulich nämlich ging ich durch den Sigmund-Freud-Park, die ausladende Grünanlage vor der Votivkirche. Viele Leute sassen an der Sonne, verbrachten ihre Mittagspause essend und sich unterhaltend. Und mitten drin auf dem Asphaltboden vor einer Parkbank lag ein verwahrloster Mann wohl um die 40. Verdreckt von oben bis unten, die speckige Hose bedeckte nur das halbe Gesäss, ein Fliegenschwarm tat sich an seinem von rotem Ausschlag übersäten Hintern gütlich. Der Mann versuchte, seinen Kopf zu heben, war dem Anschein nach aber mehr tot als lebendig. Nein, er hatte sich ganz sicher nicht einfach mal dahin gelegt, um ein wenig auszuruhen, nachdem er ein Gläschen zuviel getrunken hatte. Er war in einem jämmerlichen Zustand – ein beklagenswerter, trauriger Anblick. Niemand beachtete ihn, niemand (ausser mir?) schien sich um den armen Teufel zu sorgen… Ich mache mir seither Vorwürfe, dass ich in diesem Augenblick nicht besser war als der Rest und eine Ambulanz oder eine Polizeistreife gerufen habe und somit nicht weiss, was mit dem Mann geschehen ist.

Solche Bilder kann es in der „lebenswertesten Stadt der Welt“ schlicht und ergreifend NICHT geben. Angesichts dessen scheint dieses Label wie ein Hohn. Es ist ein Schlag ins Gesicht eben dieser armen Gestalten, um die sich weder Einwohner noch Behörden scheren. Es war tatsächlich ein Bild, wie ich es nur aus der Dritten Welt oder aus dem dunklen Osten Europas kenne. Und in Wien gibt es wahrlich viele solcher bedauernswerter Menschen, wenn man nur etwas aufmerksamer hinschaut. In Zürich beispielsweise, welches den Spitzenplatz vor einigen Jahren aus mir schleierhaften Gründen an Wien abtreten musste, sind solche Szenen undenkbar. Da wäre innert Kürze ein herbeigerufenes Careteam vor Ort oder die Polizei, die sich um den Mann gekümmert hätte. Nicht aber in Wien.

Diese Stadt soll also allen Ernstes die weltweit höchste Lebensqualität aufweisen? Garantiert nicht. Nicht, solange solche schrecklichen Szenen noch immer zum Alltag gehören. Das ist nicht mein Wien!

 

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Zigtausende Touristen und Passanten strömen täglich am Stephansdom vorbei, aber wohl kaum ein einziger bemerkt je die unscheinbare kleine Laterne hinter einem der Pilaster an der Hauptfassade. Nahe an der Ecke zum erzbischöflichen Palais ist das kleine, wohl aus neuerer Zeit stammende Laternchen angebracht. Und fast immer brennt darin ein Kerzchen. Irgendjemand scheint sich regelmässig um das Armenseelenlichtlein zu kümmern. Schön.

armenseelenlicht.jpg

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Steht eine ältere Frau mit Kopftuch – dem Anschein nach aus Osteuropa – am Ausgang des Stephansdoms. Ihr lautstarkes Betteln hallt bis ins Schiff hinein. Wenig später ist sie nicht mehr zu hören; sie steht draussen an der Dommauer, raucht eine Zigarette und tippt auf ihrem Handy rum.

Dann kommt einem an der Herrengasse ein eher schäbig gekleideter Mann mittleren Alters entgegen, führt einen freundlich wedelnden Strassenmischling mit sich und bittet in breitem Wienerisch um Kleingeld.

Wem von beiden würden Sie etwas spenden?

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Kurz und bündig: Danke Österreich für die Wahl. Wir brauchen in Europa nicht noch mehr rechte Kräfte. Die Gesellschaft ist schon genug vergiftet.

 

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Am Silvesterabend gehts wieder rund. Dass hinter diesem Feiertag eine der wichtigsten Figuren des frühen Christentums steht, wissen wohl die wenigsten. Gedanken zum morgigen Feiertag.

Andreas Faessler (Neue Luzerner Zeitung, 30.12.2015)
Zu Silvester knallen die Korken, vergnügt und heiter taumelt man ins neue Jahr. Der Begriff «Silvester» erweckt in den Köpfen allein deshalb wohl primär die Assoziation mit Ausgelassenheit, Feuerwerk, Sekt – oder je nachdem auch einem tölpelhaften Trickfilmkater.  Wer aber würde beim Kauf von Böllerschüssen – 120 Millionen Euro wurden 2015 allein in Deutschland dafür aus-gegeben –, Chipstüten und Flaschen mit sprudelndem Inhalt je an einen  wichtigen Papst denken, unter dessen Pontifkat das Christentum eine bedeutende Wende erlebte? Der 31. De-zember ist Namenstag Papst Silves-ters I. (†335), 33. Bischof von Rom. Seine Amtszeit dauerte 21 Jahre, so lange wie keine andere zuvor. Unter Silvester machte das Römische Reich innert kurzer Zeit eine grundlegende Glaubensentwicklung durch.
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Konstantin und der Papst
Erst noch unter Kaiser Diokletian nämlich erlebte Rom im Jahre 303 sein letztes, doch blutigstes Kapitel der Christenverfolgung. Zu der Zeit amtete Silvester als Priester und war zuweilen gezwungen, im Exil auf dem Monte Soratte ausserhalb Roms zu leben. Unter Kaiser Konstantin verbesserte sich die Situation der Christen in Rom. Spätestens ab 312 entsagte Konstantin selbst weitgehend den bisher ausgeübten heidnischen Kulten und wandte sich dem Christentum zu. Die Rolle des Papstes aber war auch noch nach dem Toleranzedikt von Mailand im Jahre 313  wenig bedeutend für den Herrscher, da er nicht zum Kreis seiner kirchlichen Berater gehörte. Zu einer Synode in  Arles im Jahre 314 lud Konstantin mehrere Bischöfe ein, den neu gewählten Papst Silvester jedoch nicht. Das Christentum war jetzt zwar ein offi ziell erlaubtes Bekenntnis in Rom, doch erst das Konzil von Nicäa anno 325, im Rahmen dessen Christus als wesensgleich mit Gottvater defniert und der  Arianismus somit besiegt wurde, war grundlegender Wegbereiter für das Christentum als vorherrschende Religion der Römer. Papst Silvester nahm nicht teil, er wurde von Bischof Ossius  von Córdoba vertreten.
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Verherrlichung durch Legenden
Ein Legende erzählt, dass Silvester Kaiser Konstantin von einer Krankheit geheilt und ihn getauft habe, worauf dieser alle heidnischen Tempel in Rom  verriegeln liess. Ausserdem soll Silvester in einem langen Disput zwölf Rabbiner vom Christentum überzeugt und zur Bekehrung veranlasst haben. Diese Überlieferungen entbehren sämtlicher Grundlagen, befeuerten jedoch die Bedeutung und die Verehrung Silvesters nach dessen Tod soweit, dass die päpstlichen Kanzleien im 9. Jahrhundert gar ein Dokument herausgaben, das als Zeugnis der «Konstantinischen Schenkungen» in die Geschichte eingegangen ist. Darin heisst es, dass Konstantin Papst Silvester die Stadt Rom und den gesamten christlichen Okzident zum Eigentum gegeben hatte. Das Dokument wurde zwar als gefälscht entlarvt, beweist aber, dass dem hl. Papst Silvester in der Kirchengeschichte sehr hohe Bedeutung zugemessen wird.
 
Es ist aber tatsächlich gesichert, dass Kaiser Konstantin als grosszügiger Förderer des Christentums in Erscheinung trat. Er überliess der Kirche kaiserliche Einrichtungen und stiftete den Bau der heute noch grössten Kirchen in Rom, namentlich die Petersbasilika, St. Johann im Lateran und St. Paul vor den Mauern. Papst Silvester weihte sie ein. Rom veränderte sein Aussehen in baulicher Hinsicht schnell und nachhaltig. Das Christentum hatte in Rom über das Heidentum gesiegt. Silvester I. sorgte dafür, dass auch die «neuen» Christen das von der Kirche vorgesehene geordnete Leben leben und die Sitten und Gebote einhalten. Silvester war folglich der erste Papst, dessen Ableben nicht als Märtyrertod galt. Er starb am 31. Dezember 335 und wurde in den Priscilla-Katakomben bestattet. Die Kirche San Silvestro in Capite in Rom ist dem Heiligen geweiht.
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Der Patron der Haustiere
Sein Todestag hat Silvester, zu Deutsch etwa «der im Wald lebt», zum Namensgeber für das Jahresende gemacht. Seine Verehrung ist nicht besonders verbreitet, Darstellungen des hl. Silvesters sind vergleichsweise selten. In der Zentralschweiz etwa finden wir aber ein besonders schönes Beispiel: Der Altar in der Johanneskapelle von Ottenhusen in der Gemeinde Hohenrain weist eine eindrückliche Figurengruppe auf. Neben der Gottesmutter mit Kind stehen da der hl. Eligius und der hl. Silvester. Letzterer im päpstlichen Ornat mit Tiara und Stab. Dass man diese Statue in einer Kapelle mitten auf dem Land findet, ist insofern naheliegend, als Silvester als Schutzherr der Haustiere, also auch von  Vieh, gilt. Einer anderen Legende zufolge nämlich soll Silvester einen Ochsen  wieder zum Leben erweckt haben, nachdem dieser von einem jüdischen Magier getötet worden war. Deshalb wird Silvester oft mit einem Ochsen oder Stier zu seinen Füssen dargestellt. Manche Abbildungen zeigen ihn auch mit einer Muschel oder einem gefesselten Dra-chen, der das Heidentum symbolisiert,  welches unter Papst Silvester I. seinen Untergang in Rom erlebte. Aufgrund seines Todestages ist der hl. Silvester gleichermassen Patron für «ein gutes neues Jahr» geworden.
Wenn also morgen Abend rund um den Globus die Korken knallen, Böller am Himmel explodieren und Millionen von Menschen ausgelassen ins neue Jahr prosten, so steht doch hinter dem ganzen Trubel ein allseits bekannter Name, der an sich eng mit der Verbreitung des Christentums in Verbindung steht.
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Statue Papst Silvesters I. in der Johanneskapelle zu Ottenhusen bei Hohenrain.

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Vivaldi. Man kennt ihn für seine konzertanten Werke, allen voran die „Vier Jahreszeiten“. Was für ein brillanter Opernkomponist er aber war, zeigt sich bei der Inszenierung seines Dreiakters La verità in cimento“, dessen Uraufführung im Opernhaus Zürich am 25. Mai 2015 über die Bühne ging. Was für ein Erfolg!

Das unaufgeregte und somit besonders effektvolle Bühnenbild – eine Wohnung im Stil der 30er bis 50er Jahre -, die Sänger, das Orchester – alles von einer ungeheuren Stimmigkeit und Perfektion, so dass es sämtliche Erwartungen übertraf. Die Inszenierung von Jan Philipp Gloger raubt dem Image der Barockoper sämtlichen Muff. Ein besonders positiver Aspekt ist das auf einen Bruchteil der Gesamtgrösse des Bühnenraums reduzierte Bühnenbild. Die Handlung findet abgeschirmt von der schallschluckenden Höhe/Tiefe der Bühne statt. Somit breitet sich der Gesang der Protagonisten direkt in den Zuschauerraum aus und erhält ein überdurchschnittliches Volumen. Das Zusammenspiel mit dem überaus versierten Orchester La Scintilla war schlicht perfekt. Sowohl im Klang als auch im Timing. Alles in allem eine absolute Glanzleistung. Einzig bei Countertenor Christophe Dumaux in der Rolle des Melindo hat man generell etwas an Stimmstärke vermisst. Technisch aber erwies er sich wie alle anderen als wahrer Virtuose des barocken Gesangs.

Wirklich bedauerlich, dass das Opernhaus nicht ausgebucht war. Das Publikum war hingerissen und zollte den Mitwirkenden den lautstarken Beifall, den sie verdienen. Es sei jedem Opernfreund unbedingt (!!) empfohlen hinzugehen, insbesondere demjenigen, der eine Barockoper für einmal jugendlich-frisch und mit viel Humor erleben will – auch wenn das Ganze in dieser eigens für Zürich leicht abgeänderten Version mit Tod und Verzweiflung endet.

La Verita in Cimento, Premiere im Opernhaus Zürich

La Verita in Cimento, Premiere im Opernhaus Zürich

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