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Archive for the ‘Musik’ Category

Eine Joseph Lanner Gesellschaft


Heute habe ich eine Internetseite entdeckt von einer 2004 gegründeten  Joseph Lanner Gesellschaft in Wien. War erstaunt, dass es eine Gesellschaft gibt, die sich meinem angebeteten Lieblingskomponisten verschreibt. Viel gibts zwar nicht zu sehen und zu lesen auf der Seite, aber wenigstens weiss ich nun, dass ich nicht der einzige bin, der sich wünscht, dass Lanners Werk aufbereitet und der Komponist allmählich vor der Vergessenheit bewahrt wird.

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Ave Maria – WOW!


Nun, dies hat jetzt nichts mit Wien zu tun, aber es muss hier einfach rein — Soeben bin ich bei Youtube auf das so genannte Caccini-Ave Maria gestossen. Naja, eigentlich habe ich mir „Drawn Together“ angeschaut, die verrückte amerikanische, nicht wirklich jugendfreie Zeichentrickserie. Da kam dieses Ave Maria in einer Szene vor. Google konnte mir sofort weiterhelfen… Ja, ich entdecke wieder mal Musik, wenn auch auf ungewöhnlichen Wegen.

Dieses Ave Maria, in welchem nichts anderes als diese zwei Wörter vorkommen – also nichts von gratia plena und so weiter – ist derart bezaubernd, dass es mich nach den ersten paar Tönen völlig ergriffen hat. Fälschlicherweise wird das Stück Giulio Caccini (1545-1618) zugeschrieben. In Wahrheit handelt es sich aber um den wenig bekannten russischen Komponisten Vladimir Vavilov (1925-1973).

Man höre und schwelge:

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Expensnoten


Ich habe einen neuen Walzer entdeckt. Nun ja, gekannt hab ich ihn an sich schon. Aber wie das oft so ist – bei mir jedenfalls – hört man sich die Komposition mal an, findet sie nett, hört die CD zuende und lässt sie dann wieder im Regal verschwinden. Und nun hab ich diesen Walzer neu für mich entdeckt. Ich hab wohl einfach mal genauer hingehört als bisher.

Schöpfer ist Josef Strauss, der Name des Walzers „Expensnoten“, Op.194. Und hier zeigt sich mal wieder: In der Einfachheit liegt der Reiz. So höre man sich das Hauptthema an… und geniesse. Ebenso bezaubernd sind die darauf folgenden Walzerteile.

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Einfallsloses Neujahrskonzert?


Für mich selbstverständlich ein Muss: Völlig wurscht, wann ich vom Sylvestern nach Hause komme, um 11.00 lieg ich auf dem Sofa, und im TV läuft ORF mit der Liveübertragung des Neujahrskonzertes. Anstatt für 900 Euro einen Standardplatz im Musikverein zu kaufen, lass ich 1000x lieber die stets sehr gut gestaltete Livesendung mit den zahlreichen Einlagen über die Mattscheibe flimmern.

Nur bin ich oft n’bisschen enttäuscht über das Programm, sprich die Kompositionswahl. Klar, der Donauwalzer und der Radetzkymarsch sind Pflicht am Ende der Veranstaltung. Aber warum besteht der Grossteil aus Strauss-Walzern, die eh schon die ganze Welt kennt? Na, das ist ja nichts Falsches, aber wie oft erklangen die Frühlingsstimmen schon oder die Rosen aus dem Süden. Fast an jedem zweiten N.j.konzert stehen die auf dem Programm. Im Werkverzeichnis der Sträusse schlummern noch hunderte von Walzern und Polkas, die die Welt hören sollte!

Die letzten zwei Jahre (oder warens schon drei?) hat man zudem noch etwas von Hellmesberger reingedrückt. Ein vergleichsweise unbekannter und eher bedeutungsloser Komponist. Mit dem Gottvater des Walzers, ohne den es diese wundervolle Musik in der Form wohl nicht geben würde – Joseph Lanner – wird bei der Programmwahl stets sehr gegeizt. Mit etwas Glück hat vielleicht gelegentlich ein Lanner-Walzer irgendwo noch Platz.

Warum wählt man eigentlich nie einen Ziehrer? Wenn ich mich nicht ihrre, hat es seit der Existenz der Neujahrskonzerte gerade mal eine einzige Komposition von ihm ins Programm geschafft. Wissen selbst die Experten die Genialität dieses Komponisten nicht zu schätzen? Oder ist die einstige feindliche Gesinnung (zumindest seitens Eduard Strauss) bei den Organisatoren noch heute latent vorhanden, die dem Ziehrer seinerzeit entgegenwehte? Viele seiner Walzer haben genauso viel Klasse und Charme als die strauss’schen.

Na, ich bin mal gespannt, was sie uns am 1. Jänner 2010 vortragen. Meiner Meinung nach ist es Zeit für etwas mehr Einfallsreichtum beim Neujahrkonzert der Wiener Philharmoniker.

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Ach, der Josef Strauss


Ich bin gerade dabei, mich mit der Musik von Josef Strauss ein wenig mehr auseinanderzusetzen. Marco Polo hat eine wundervolle Edition von (fast) sämtlichen Werken des Schani-Bruders im Sortiment.

Josef galt ja als begabter und kompositionstechnisch versierter als sein berühmter Bruder Johann. Ob das nun so empfunden wird oder nicht – mir wird beim erneuten Durchhören der CDs bewusst, welch bezaubernde Passagen mit ungeheurem Melodienreichtum der Josef da aufs Blatt gebracht hat. Die Verspieltheit bei der Instrumentierung und die dynamische Ausdrucksweise seines Oeuvres sind beispiellos. Selbst die unbekannten Walzer und Polkas von ihm warten mit der gewohnten strauss’schen Qualität auf. Ein in meinen Ohren besonders herrliches Beispiel ist Op.143, der Walzer „Petitionen“:

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