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Archive for the ‘Thema Kirche’ Category


Die Katholische Kirche listet eine Märtyrerin mit diesem Namen. Sie hat zwar nichts mit dem Virus zu tun, aber wenn man bedenkt, aus welchen Gründen sie angerufen wird, so kriegt ihre Verehrung neue Aktualität.

Text & Bild: Andreas Faessler, Luzerner Zeitung (20. März 2020)
st.corona_klein

Selten war ein Begriff weltweit so dauerpräsent, medien- und alltagsbeherrschend wie zur Zeit «Corona». Bis vor wenigen Monaten brachte man den Namen bestenfalls mit prickelndem Biergenuss in Verbindung, ehe er mit Auftauchen des aggressiven Erregers schlagartig überaus negativ behaftet war.

Nur wenigen dürfte bekannt sein, dass die Bezeichnung auch im Heiligenkalender der Katholischen Kirche existiert: Tatsächlich führt diese eine Märtyrerin dieses Namens auf. Die heilige Corona – eigentlich Corona Stephana – gehört zu den wenig bekannten Patroninnen, ihre Verehrung in Westeuropa beschränkt sich heute weitgehend auf den österreichisch-bayrischen Raum und wird selbst da nur punktuell noch praktiziert.

Wie im Falle zahlreicher anderer Märtyrerinnen und Märtyrer ist Coronas Biografie hauptsächlich von Überlieferung geprägt, die sich im Laufe der Zeit verwässert haben. Gelebt hat sie vermutlich im 2. Jahrhundert. Sie soll die Frau des Viktor von Damaskus gewesen sein, ein ebenfalls mehrheitlich durch Legenden erfasster Heiliger. Die Herkunft Coronas ist nicht bekannt, genannt werden Syrien, Ägypten, die Türkei oder auch Sizilien oder Südfrankreich, je nach Schrift (griechisch oder lateinisch).

Viktor, ein römischer Soldat, weigerte sich, von seinem christlichen Glauben abzulassen, weshalb er zur Folter und schliesslich zum Tode verurteilt wurde. Dies unter dem Regime von Kaiser Marc Aurel oder dessen Adoptivvater Antonius Pius. Viktors erst 16 Jahre alte Ehefrau Corona soll ihren Mann während dessen Leiden gepflegt und ihm Mut gemacht haben, ehe er enthauptet wurde.

Da Corona ihrem Glauben ebenso treu blieb, war auch sie dem Tod geweiht. Ihre Hinrichtung war grausam: So sollen die Peiniger sie mit Stricken zwischen zwei heruntergebeugten Palmen festgebunden haben. Danach liessen sie die Bäume hochschnellen, und Coronas Körper wurde gewaltsam zerrissen. Eine der Überlieferungen erzählt, dass darauf zwei Kronen vom Himmel gefallen seien, wovon sich schliesslich auch ihr Heiligenname ableiten dürfte.

Wenig verbreitete Verehrung

Die Corona-Verehrung im heutigen Europa hat bereits im 6. Jahrhundert eingesetzt, beschränkte sich allerdings für lange Zeit auf Italien. Nördlich der Alpen kennt man das Patrozinium erst seit dem 14. Jahrhundert, obschon Corona-Reliquien bereits im 10.  Jahrhundert aus Italien nach Aachen, Bremen und Prag gelangt sind. Corona-Wallfahrtsorte gab und gibt es hauptsächlich in Nieder- und Oberbayern sowie in Niederösterreich. Die wenigen der Märtyrerin geweihten Kirchen und Kapellen beschränken sich denn auch hauptsächlich auf diesen Raum. Eine von ihnen steht abseits der Zivilisation mitten im Wald zwischen den zur Gemeinde Sauerlach gehörenden Weilern Arget und Gumpertsham südlich von München. Die schlichte, eher wenig einladende Kapelle, weist an der Chorwand einen Schriftzug auf, der da lautet: Müder Wanderer, stehe still, mach bei Sankt Corona Rast, dich im Gebet ihr fromm empfiehl, wenn du manch Kummer und Sorgen hast.

St.Corona hilft

Kummer und Sorgen haben in Zeiten wie diesen wohl einige. Und auch wenn der Name der Märtyrerin mit dem Virus freilich nicht direkt etwas zu tun hat  – ein gewisser Bezug besteht: Die hl. Corona ist nicht nur die Patronin der Fleischhauer und Schatzgräber, für Geldbelange und Glücksspiele, sie hilft auch gegen Seuchen. Wie passend…

Dargestellt wird die heilige Corona Stephana meist mit Krone und einem oder zwei Palmzweigen, gelegentlich mit einer Geldmünze, einer Schatulle oder einer Lilie. Ihr katholischer Gedenktag ist der 14. Mai.

 

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Ja, die Exegese ist eine Philosophie für sich. Weniges, das in der Bibel steht, ist wirklich eindeutig und wortwörtlich zu verstehen. Vor allem im Alten Testament gibt es Gebote, die aus heutiger Sicht so abstrus und weltfremd sind, dass sie jeden, der sie wörtlich nimmt und ausführt, im Handumdrehen lebenslänglich ins Gefängnis bringen würden.

Aber erzkonservative Fundamental-Katholiken sind sich besonders dann nicht zu schade, mit gewissen Passagen aus dem AT um sich zu schmeissen, wenn es um das Thema Sexualität geht. Nichts ist ihnen dabei zu peinlich, solange sie andere Menschen verurteilen können. Das Lieblingsthema reaktionärer Erzkatholiken ist hierbei insbesondere die Homosexualität. Bischof Vitus Huonder von Chur hat ja neulich ein weiteres Mal den Vogel abgeschossen, indem er an einem Vortrag in Fulda aus dem Buch Levitikus zitierte, wo als Strafe für den sexuellen Verkehr zwischen zwei Männern die Todesstrafe gefordert wird. Unreflektiert erklärte Huonder das Zitat zum Massstab für den Umgang mit Homosexualität. (Siehe auch hier)

Zu recht wurde der Churer Bischof von allen Seiten kritisiert und der scheinbaren Unkenntnis in der Exegese entlarvt. Wer Texte aus dem AT, und vor allem aus Levitikus, wortwörtlich auslegt und auf die heutige Gesellschaft anwendet, der handelt nicht nur fahrlässig, sondern ohne Verstand und unerhört dumm.

Ein älterer Leserbrief an die „Neue Zuger Zeitung„, eingesandt von Vertretern der dortigen reformierten Kantonskirche, legt für einmal ausführlich und unmissverständlich dar, wie die entsprechenden Stellen im Buch Levitikus aus heutiger Sicht zu interpretieren sind (und das gilt auch für die wenigen anderen Stellen im Alten UND Neuen Testament, welche homosexuelle Handlungen betreffen). Und wann immer wieder ein religiös verblendeter Fundi daherkommt und glaubt, die ganze Wahrheit für sich zu beanspruchen, indem er sich energisch auf diese „eindeutigen“ Bibelpassagen bezieht, dann möge man ihm einfach mal den besagten Leserbrief zur Lektüre unterbreiten:

__________________

Homosexuelle Liebe verstösst gegen das Patriarchat, nicht gegen Gottes Gebote

[…] Wenn wir biblische Texte wirklich ernst nehmen, müssen wir sie aus ihrem kulturellen Umfeld zu verstehen versuchen. Sie sind in einem anderen Kontext als dem unseren geschrieben worden.
In Bezug auf (Homo-)Sexualität gilt es zu berücksichtigen, dass die biblischen Texte von der patriarchalen Ordnung geprägt sind. Der Mann ist sexuell aktiv, seine Frauen dienen als «Gefässe». Der Mann ist Subjekt, die Frau Objekt der sexuellen Aktivität. In dieser Ordnung wird ein Mann entehrt, wenn ihm von einem andern Mann die minderwertige Frauenrolle  zugeschrieben wird.
Zu gleichgeschlechtlichen, sexuellen Handlungen gibt es in der Fülle biblischer Texte nur sehr wenige Aussagen. Diese beziehen sich lediglich auf Männer und haben nicht eine gleichgeschlechtliche Liebesbeziehung zwischen zwei gleichwertigen Partnern im Blick. Die alttestamentlichen Texte (z.B. 3. Mose 18 und 20) verbieten gleichgeschlechtliche Kontakte als Ersatzhandlung, d. h. man soll nicht mit einem Mann Zusammensein, weil gerade keine Frau zur Verfügung  steht.
Eine biblizistische, wörtliche Auslegung dieser Texte isoliert den Text aus seinem kulturellen Umfeld und verbiegt so dessen Inhalt. Auch die neutestamentlichen Texte (z. B. 1. Korinther 6,9 und 1. Timotheus 1,10) sprechen nicht von einer  Liebesbeziehung zwischen zwei gleichwertigen Partnern. Vielmehr geht es da um sexuelle Kontakte in einem klaren Machtgefälle, wo Starke Schwache zu ihrer sexuellen Befriedigung benutzen. Männliche Homosexualität verletzt also die Gebote des Patriarchats, nicht die Gebote Gottes (deshalb kommt auch weibliche Homosexualität in der Bibel nie in den Blick, und unter anderem deshalb wird Homosexualität auch heute vielerorts noch geächtet). Nur wer die Gesetze des Patriarchats für die Gebote Gottes hält, wird behaupten, dass Gott grundsätzlich homosexuelle Liebe zwischen gleichwertigen Partnerinnen und Partnern verbiete.
Es gibt im Alten Testament eine Geschichte, wo eine solche gleichwertige Partnerschaft angedeutet ist: die Freundschaft zwischen David und Jonathan. Mit sinnlichen Worten wird sie beschrieben: «Und Jonathan Hess auch David bei seiner Liebe zu ihm schwören, denn er liebte ihn wie sein eigenes Leben. […] Dann küssten sie einander, und beide weinten. David hörte nicht auf zu weinen […]» (Samuel 20, 17.41). Und nach Jonathans Tod sagt David: «Weh ist mir um dich, mein Bruder Jonathan. Du warst mir sehr lieb. Wunderbarer war deine Liebe für mich als die Liebe der Frauen.» (2. Samuel 1,26).
Ausser vielleicht in dieser Geschichte von David und Jonathan finden wir in der Bibel also keine Aussagen in bezug auf eine Liebesbeziehung zwischen zwei Frauen oder zwei Männern. Auch diese Liebesbeziehungen sind erfüllt vom Gebot der Liebe, wie es für jede Partnerschaft gilt. Wir können nicht unterstellen, dass Menschen, die eine Partnerin/einen Partner des gleichen Geschlechts lieben, unter ihrer Liebe leiden. Liebe ist zunächst einmal schön und wohltuend. […]

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Hier gibt es die daily Gay-News. Die pseudo-katholische Kirchenseite Gloria.tv taumelt sich in jüngster Zeit immer mehr in den Schwulenwahn, ja gibt sich geradezu besessen davon. So sehr Gloria.tv Homosexuelle zum erklärten Feind- und Hassobjekt hochstilisiert, so fasziniert scheint man da vom Ganzen gleichzeitig zu sein. Kein Tag vergeht, an dem die weltbewegenden Gay-Neuigkeiten aus den zweifelhaft-dunklen Ecken der weltfremden Fundamental-Katholikenbrut nicht die Schlagzeilen füllen (s. Beispielbilder). Ihr Lieblings-Ausdruck: „Homosex“. Keine Möglichkeit wird ausgelassen, das Thema „himmelschreiende Todsünde der Sodomie“ (sic!) breit zu schlagen, egal in welcher Form oder aus welchem noch so nichtigen Anlass. Pocht irgendwo ein besonnener Kirchenmann, der das Denken noch nicht verlernt hat, auf die wahren christlichen Werte und äussert sich wohlwollend zu sich liebenden Menschen gleichen Geschlechts – bei Gloria.tv erfährt man von diesem Skandal. Und schon wird der Übeltäter an den Pranger gestellt. Und es wird auch gleich offensichtlich, bei welchen Kommentatoren es sich um verbitterte Klemmschwestern handelt, die mit der eigenen Homosexualität so sehr hadern, dass sie dies mit unbändigen Hass auf andere Menschen mit derselben Neigung kompensieren.

Auch die Leute hinter Gloria.tv scheinen sich regelrecht an dem Thema „Homosex“ aufzugeilen. Irgend eine Befriedigung werden auch sie für sich finden, vielleicht ebenfalls die Befriedigung für sexuelle Neigungen, die sie (offiziell) nicht ausleben, weil sie verbissen am vermeintlichen „Wort Gottes“ festhalten, das in einem von Unbekannten vor vielen vielen Jahrhunderten geschriebenen Buch namens „Bibel“ steht – und das sie zu allem noch völlig falsch und einfach irgendwie ins Blaue hinein interpretieren. Gloria.tv war und ist ein Trauerspiel, das sich nach und nach ins Extrem steigert. Aber ruhig weiter so: Bewirken vermag dieser Sender nichts. Er hat aber einen gewissen Unterhaltungswert.

Wer sich also für alles Schwule interessiert und immer auf dem zweifelhaften aktuellen Stand sein will, was in der Homosex-Welt abgeht, der findet bei Gloria.tv alles, was er wissen will.

Viel Homosex bei Gloria.tv

Viel Homosex bei Gloria.tv

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Gloria.tv und der Homosex

Gloria.tv und der Homosex

 

Martin Perscheid trifft’s wunderbar auf den Punkt, wenn’s um bösartige, bigotte, menschenverachtende Kerzlschlicker geht:

 

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Eine drastische Überschrift zum Salzburger Weihbischof. Aber anders kann man diesen unfassbar dummen alten Mann nicht bezeichnen. Dass er seit Jahrzehnten gegen homosexuelle Menschen Gift und Galle spuckt, ist ja altbekannt. Aber für das, was er neulich in seinem Vortrag in der Abtei Mariawald vom Stapel gelassen hat, gehört diese Person angeklagt.

Das Nonplusultra nämlich ist ja nun, dass er jetzt noch mit den Nazis kommt und diese in Verbindung mit homosexuellen Menschen bringt, die um ihre Rechte kämpfen. Kann man noch tiefer sinken? ES REICHT ENDGÜLTIG! Laun ist das beste Beispiel dafür, dass Intellektualität keine Intelligenz voraussetzt. Unerträglich. Ich mag mich gar nicht weiter enervieren über diesen bärtigen Teufel. Man lese hier:

Huffingtonpost Artikel oder unter Abtei Mariawald online (Anm.: Die Abtei hat den Beitrag mittlerweile aus unbekannten Gründen entfernt)

Nachtrag vom 24. August 2015: Laun wütet weiter. Weihbischof Laun wütet weiter

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Das pseudo-erzkatholische Internetportal Gloria.tv fristet mittlerweile zwar eher ein Schattendasein, aber spuckt weiterhin Gift und Galle gegen alles, was ihrem verschrobenen, vermeintlich gottgefälligen Weltbild nicht entspricht. Eine Meldung am 16. Oktober hat mich nun einmal mehr zur Weissglut gebracht. Unter anderen von Bosheit und Häme triefenden Meldungen lautet die eine wortwörtlich:

ZITAT

Schönborn verneigt sich vor Homosexualität

Österreich. Vor dem „Corriere della Sera“ lobte Schönborn Homosexuelle, die angeblich lebenslang treu seien. Der Kardinal gestand persönliche Kontakte zu zwei Homosexuellen in eingetragener Partnerschaft, die von der Kirche scharf abgelehnt wird. Der eine aber sich um den anderen in schwerer Krankheit rührend gekümmert. Das ist nach Schönborn „wunderbar, menschlich und christlich“. Priester und Bischöfe könnten sich vor solch einem – Zitat: „vorbildlichen menschlichen Verhalten verneigen“.

ZITAT

Der Menschenschlag hinter Gloria.tv spuckt bekanntlich schon lange auf Kardinal Schönborn und lässt absolut keine Gelegenheit aus, den Kirchenmann zu verhöhnen und zu kritisieren. Aber hier fährt das scheinheilige Gloria.tv-Pack einmal mehr besonders eindrücklich auf der Schiene des Hasses und der denkbar widerlichsten Menschenverachtung. Es ist also nicht „wunderbar, menschlich und christlich“, wenn ein homosexueller Mann sich für seinen Partner aufopfert und für ihn sorgt. Und wenn dann ein ehrenwerter Kirchenmann dies noch gutheisst, ist der „Skandal“ perfekt. Und die ebenso scheinheiligen, von Bosheit erfüllten Kommentatoren (es handelt sich stets um dieselben paar Kasperl, gerade mal eine Handvoll) ziehen unterhalb des Beitrags selbstverständlich nach und spucken Gift und Galle mit. Da fragt man sich als meiner Meinung nach vernünftig denkender und an die Nächstenliebe glaubender Mensch einmal mehr: Womit hat unsere Welt solches Gesindel verdient? Womit nur??? Da wird mir speiübel…

 

Gloria.tv hetzt geflissentlich gegen den Wiener Kardinal Schönborn

Gloria.tv hetzt geflissentlich gegen den Wiener Kardinal Schönborn

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Heute Samstag, 14. Juni 2014, war erneut der Tag, an dem sich die selbsternannten „Familienschützer“ aus der fundamentalkatholischen rechten Ecke neben dem Stephansdom versammelten, um sich kollektiv der allgemeinen Lächerlichkeit preis zu geben. Als Gegendemo zur alljährlich stattfindenden Regenbogenparade – ein Anlass, der nichts als dem Frieden und dem friedlichen Zusmmenleben von Menschen aller Couleur dient. Der Sprecher der fundamentalistischen Katholiban hiess eine Gruppe glatzköpfiger Neonazis aus Košice herzlich willkommen und dankte ihnen für die Unterstützung. Dies bedarf wohl keines weiteren Kommentares…

Doch wie auch schon vergangenes Jahr schenkte kaum jemand den hetzerischen Parolen der Fundis ein Ohr, ausser die Teilnehmer aus den eigenen Reihen. Was für ein Trauerspiel. Würde der Stephansdom weinen können, hätte er es getan. Grundsätzlich lief alles ähnlich ab wie im vergangenen Jahr (hier nachzulesen).

Katholiban in Wien

Fundamentalistische Katholiken in Wien

Katholiban in Wien

Fundamentalistische Katholiken und willkommen geheissene Rechtsradikale in Wien

Katholiban in Wien

Fundamentalistische Katholiken in Wien

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Ja, eine provokative Überschrift. Aber wie soll man heutzutage die Gesinnung eines Dorfpfarrers beschreiben, der in seinem Pfarrblatt Homosexualität öffentlich als „pervers, widernatürlich, schwerste Sünde“ bezeichnet und meint, sie gehöre „geheilt“? Unlängst verkündete der ehrenwerte Pfarrer Karl Tropper von St. Veit am Vogau in der Steiermark denselben skandalösen Mist in seinem Kirchenblatt. Pfarrer André Wingen aus Neukirchen an der Wild NÖ stösst nun also ins selbe Horn. Der mediale Aufschrei ist gross – zu Recht! Er könnte meines Erachtens nicht gross genug sein. So einer gehört doch stante pede abgesetzt!? Aber warum auch, er vertritt ja nur die Lehre der Kirche.

Wie lange aber darf sich die Kirche diesen Wahnsinn noch ungestraft erlauben? Wie lange dürfen Menschen wegen ihrer Sexualität noch verurteilt werden? Ich kann dieses unsägliche reaktionäre Gedöns nicht mehr hören, dass nur die Sexualität zwischen Mann und Frau die einzig richtige, „gottgefällige“ sei. Bigott, kleinkariert, ewiggestrig, unbelehrbar und menschenverachtend sind die einzig zutreffenden Begriffe, mit denen man eine solche Gesinnung à la Tropper und Wingen umschreiben kann. Möge Mutter Erde irgendwann von solchen Menschen erlöst sein… Sie sind böse, sie schüren Hass, sie stiften Unfrieden, ohne sie würde die Welt eine bessere, da bin ich sowas von überzeugt! Und der Gipfel bei der aktuellen Sache: Die Diözese St. Pölten stellt sich hinter diesen Pfaffen. Liebe Kirche, wache auf. Du schaufelst dir dein eigenes Grab.

Man vergebe mir meine Direktheit, aber ich kann meiner Wut auf diesen GOTTLOSEN Menschenschlag anders nicht Luft verschaffen…

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Conchita Wurst in allen Medien. Man mag die Figur toll finden oder nicht. Gleiches gilt für den Hype um sie. Aber dahinter steckt ein Mensch mit einer klaren Botschaft. Die österreichische Drag-Queen mit dem richtigen Namen Thomas Neuwirth ist auch beim erzreaktionären Internetportal Gloria.tv, das sich „katholisch“ und „christlich“ schimpft, aktuell mehrfaches Thema. Ist Wurst doch ein besonders dankbares Ziel für die Diffamierung und Menschenhetze durch jenen scheinheiligen Mob, der sich hinter dem Label Gloria.tv verbirgt. Wie versessen suchen die Macher offenbar tagtäglich krampfhaft nach Anlass, um das Thema Homosex in ihren Nachrichten breit zu treten. In der Ausgabe vom Mittwoch, 14. Mai, heisst es zum Thema Conchita Wurst wortwörtlich – Zitat:

„Österreich. Der als Frau geschminkte Thomas Neuwirth, der den diesjährigen Eurovision Song Contest gewann, erhielt Lob von Pfarrer Michael Unger im steirischen Bad Mitterndorf, wo Neuwirth aufwuchs. Neuwirth habe als Sternsinger für soziale Projekte Geld gesammelt. Der Pfarrer nannte ihn einen – Zitat „Supertyp“. Er wisse, was es bedeute, für ein Anderssein verspottet zu werden. Der Pfarrer hat sogar in der Messe für den Homosexuellen gebetet.“

Der Pfarrer sagte auch (was bei Gloria.tv unerwähnt bleibt): „Nicht wichtig, ob einer schwul ist, sondern ob er ein guter Kerl ist“. Da hat doch tatsächlich ein Pfarrer „sogar“ für einen Homosexuellen gebetet. Ja, wie unchristlich ist das denn! Dieser Pfarrer gehört stante pede exkommuniziert. Da kriege ich – in der Vulgärsprache ausgedrückt – das schwallartige Kotzen. Ein Kirchenmann, der mit einem Satz genau aussprechen kann, was Christsein an sich bedeutet, der es offensichtlich begriffen hat, wird zur unmittelbaren Zielscheibe.

Erst wenn unsere Erde von solchen hasserfüllten Hetzern, wie sie bei Gloria-tv zu finden sind, befreit ist, hat sie die Chance, eine bessere zu werden. Es wird leider noch lange dauern.

Gloria.tv

Gloria.tv: Spezialisiert auf Hetze und Menschenverachtung

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Bald dürfte es sich ausgehetzt haben bei Gloria.tv. Beim selbsternannten „Katholischen Sender“, der sich gesetzlich stets in der Grauzone oder jenseits des Legalen bewegt, wurde eine Hausdurchsuchung durchgeführt, wie die Presse am Samstag, 10. August, berichtet. Siehe  Artikel in der Kronenzeitung.

Dass es sich bei einem der Priester um Markus Doppelbauer handelt und um dessen offenbar rabiate Schwester Eva, liegt auf der Hand. Man darf gespannt sein, wie es weitergeht und hoffen, dass auch weitere Fundamentalkatholiken, die mit dem eigentlichen Christentum wenig mehr zu tun haben, für ihre menschenverachtenden Machenschaften die verdiente Strafe kriegen.

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Das umstrittene Internet-Videoportal Gloria.tv agiert mit immer abstruseren und fragwürdigen Methoden, die sich scharf an der Grenze des Legalen bewegen. Die Betreiber wollen den Eindruck erwecken, dass das Portal von Moldawien aus betrieben wird. Es wird aber immer offensichtlicher, dass die Zentrale an der Quelle des Rheins, im Bünderland, liegt.

Erst würdigt Gloria.tv einen bekennenden Antisemiten und Homohasser, dann stempelt das Portal fünf kirchliche Würdenträger, deutsche Kardinäle und Bischöfe, mit dem Hakenkreuz, weil sie die von der katholischen Kirche als tabu geltende „Pille danach“ im Falle einer Vergewaltigung als gerechtfertigt erklären. Dies sind nur zwei der jüngsten Fehltritte dieser rechtsgerichteten, konservativ-katholischen Internetseite. Von Seriosität und Glaubwürdigkeit ist bei Gloria.tv schon lange keine Rede mehr.

Die Seite ist juristisch in Moldawien angesiedelt. Offenbar aber sitzen alle Drahtzieher in ein und derselben Gemeinde in der Schweiz: das beschauliche Tujetsch am hintersten Ende des Surselva. Dorfpfarrer Reto Nay ist Seelsorger in der Gemeinde und wird als Hauptgründer von Gloria.tv angesehen. Unterstützt in der Seelsorge und ebenso im Unterhalt von Gloria.tv wird Nay von Pfarrer Markus Doppelbauer aus dem oberösterreichischen Grieskirchen. Dessen Schwester Eva Maria Doppelbauer moderiert die täglichen Neuigkeiten auf Gloria.tv. Markus Doppelbauer gibt als Anschrift Cadruvi 4 an, das Sedruner Pfarramt. Mit im Boot sitzt die Rumänin Doina Buzut, gemeldet in Lugano, gemäss Handelsregisterauszug jedoch Zeichnungsberechtigte bei Gloria.tv mit der Anschrift Bahnhofstrasse 18 in Ilanz. Dabei handelt es sich offenbar um die Adresse von Reto Nays Eltern. Somit ist davon auszugehen, dass der eigentliche Sitz von Gloria.tv in der Schweiz liegt und dass die Inhalte auch dort produziert werden.

Nun kommt der Oberhirte des Bistums Chur ins Spiel: Bischof Vitus Huonder, von den unsäglichen Misstritten bei Gloria.tv in Kenntnis gesetzt, hat sich an Reto Nay gewendet und ihn aufgefordert, er soll den Hakenkreuz-Beitrag entfernen lassen und sich schriftlich davon distanzieren, worauf letzterer behauptete, er hätte keinen Einfluss auf die Beiträge der englischen Version von Gloria.tv (dort ist das Hakenkreuz-Video aufgetaucht), da „der rechtliche Sitz in Moldawien liegt“ (Stellungnahme von Bischof Vitus Huonder).

Reto Nay behauptete demzufolge, dass er „nichts weiter unernehmen kann“… Oder wohl besser gesagt: nicht will. Zwar betont Vitus Huonder, dass er es nicht dulde, dass Mitarbeiter in seinem Bistum volksverhetzendes Gedankengut verbreiten, und am Nachmittag des 11. März 2013 forderte der Bischof laut Medienmitteilung den Gloria.tv-Sitz in Moldawien auf, „sämtliche mit seiner Person im Zusammenhang stehende Audio- und Video-Beiträge sofort zu löschen und vom Server zu nehmen. Dies gelte insbesondere für alle Beiträge, die Verantwortliche von gloria.tv produziert haben. Der Grund sei, dass Gloria.tv einige seiner bischöflichen Mitbrüder in schwerwiegender Weise verunglimpft.“

Und jetzt täte Bischof Vitus Huonder gut daran, sich den Herrn Nay und seine Kumpanen vorzuknöpfen, denn er kann nicht die Augen davor verschliessen, dass Mitarbeiter in seiner nächsten Nähe für solche Scheusslichkeiten verantwortlich sind! Es kann mir keiner weismachen, dass Pfarrer Reto Nay nicht die Inhalte von Gloria.tv beeinflussen kann. Der Tujetscher Pfarrer hat seinerzeit auch auf dem abgeschalteten Portal Kreuz.net publiziert. Zudem hat sich abgezeichnet, dass auf der rechtswidrigen Internetseite damals zahlreiche hetzerische Beiträge anderer Urheber aus dem Bistum Chur veröffentlicht worden sind. Und immer blieb der Bischof untätig und distanzierte sich bestenfalls, anstatt aktiv zu werden.

UPDATE vom 13. März 2013: Pfarrer Reto Nay ist am Abend des 13. März von der Gemeinde Tujetsch fristlos entlassen worden.

UPDATE vom 15. März 2013: Meldung des Bistums Chur: „Der Bischof von Chur, Msgr. Vitus Huonder, hat mit Datum vom 15. März 2013 den Pfarradministrator von Tujetsch (Sedrun), sur Dr. Reto Nay, des Amtes enthoben.“ Markus Doppelbauer indes muss laut Medienmitteilung das Bistum Chur verlassen. Er wird von Bischof Wolfgang Haas vom Erzbistum Vaduz, dem Doppelbauer angehört, abgezogen.

UPDATE vom 18. März 2013: Noch am Abend seiner Amtsenthebung liess Pfarrer Reto Nay auf Gloria.tv eine Stellungnahme in Form eines Interviews veröffentlichen. Darin sieht er sich als Opfer einer „deutschen Hexenjagd“, welche von „zwei homosexuellen Aktivisten“ aus Deutschland eingeleitet worden sei (was übrigens nicht zutreffend ist, denn hinter der Bewegung stehen mehrere homo- und nichthomosexuelle Personen, die gemeinsam der unchristlichen Hetzterei rechtskatholischer Fanatiker Einhalt gebieten wollen). Selbst in diesem Interview distanziert sich der ehemalige Sedruner Pfarrer in keiner Weise von der Verwendung der Hakenkreuze im genannten Beitrag der englischsprachigen Gloria.tv-Version. Im Gegenteil: Nay rechtfertigt dieses Vorgehen mit haltlosen Argumenten und meint „wer die Tötung neu-gezeugter Kinder erlaubt, darf nicht zimperlig (sic!) sein“. Reto Nay stellt somit die Entfernung einer befruchteten Eizelle mit dem Mord an Millionen in einen Kontext.

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Das reaktionär-konservativkatholische Internetportal Gloria.tv leistet sich einmal mehr einen ungeheuren Fehltritt. Diesmal bei einer Berichterstattung im Rahmen des aktuellen Dauerbrennerthemas der „Pille danach“, die aus Sicht der katholischen Kirche als abtreibend und somit tötend wirkt. Eine schwere Sünde also. Nachdem jüngst fünf Deutsche Bischöfe den Einsatz einer Pille danach im Falle einer Vergewaltigung für legitim erklärt hatten, erreicht die englische Version von Gloria.tv in den Nachrichten vom 18. Februar den absoluten Gipfel der Geschmacklosigkeit, indem sie die fünf Bischöfe anprangert und die Fotos der Kirchenmänner mit dem Hakenkreuz stempelt.

Gloria.tv setzt die Aussagen der Bischöfe und somit ihre Personen in direkten Zusammenhang mit Adolf Hitler und den Greueln der Nationalsozialisten. Gloria.tv verbreitet somit einmal mehr den gleichen ekelerregenden virtuellen Gestank wie die im Dezember 2012 eingestellte Internetseite Kreuz.net. Nicht zuletzt hat Gloria.tv hiermit womöglich auch die Grenzen der Legalität überschritten.

Update: Die Deutsche Bischofskonferenz hat mittlerweile reagiert (http://www.youtube.com/watch?v=WwICew3dkQY&feature=youtu.be)

Gloria.tv, Gipfel der Geschmacklosigkeit

Gloria.tv, Gipfel der Geschmacklosigkeit

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Das verschlägt einem normal denkenden Menschen mit gesundem Verstand die Sprache. Wie kann ein Dorfpfarrer ungestraft in seinem Pfarrblatt einen solch abscheulichen Inhalt verbreiten (siehe Bild)? Pfarrer Karl Tropper vom südsteirischen St. Veit am Vogau hetzt bekannterweise regelmässig aufs Verachtlichste gegen homosexuelle Menschen und schafft es damit jeweils in die Medien. Sein neuster Rundumschlag: In der Januar-Ausgabe des St. Veiter Pfarrblattes ist auf Seite 13 die pure Verhetzung zu lesen, insbesondere im unteren Artikel. Hier heisst es wortwörtlich (mit Verweis auf kreuz.net !):

„Die Zahl der Neuinfektionen mit HI-Virus, der Aids auslöst, sinkt weltweit – aber nicht bei den Homo-Perversen.“

„Bei den Sodomisten steigt die Zahl der Infizierten weiter an…“

„Im Jahr 2001 waren 8 Prozent der Homo-Gestörten in den Vereinigten Staaten mv-infiziert.“

„Auch in Spanien, Chile… sind mehr als 15 Prozent der Widernatürlichen HIVSeuchenträger.“

Wie ist es möglich, dass so ein Mensch auf eine Gemeinde von Gläubigen losgelassen werden darf? Die Vorstellung, wie diese Person vorne in der Kirche in salbungsvollen Worten von Nächstenliebe predigt und gleichzeitig so widerliches Gedankengut in einem Pfarrblatt (!) verbreitet, entbehrt jeglichen Kommentars. So ein „Gottesmann“ will glaubwürdig sein? Was denken und sagen die Menschen in der Pfarre, welche das Blättchen erhalten und lesen (es sind immerhin um die 2500 Haushalte)? Wie darf sowas geschehen in einer Zeit wie der heutigen? Das hat die Gefilde der Meinungsfreiheit bei weitem überschritten. Hallo Österreich?

Dem sauberen Pfarrer Tropper gehört rechtlich das Handwerk gelegt. Dazu hat sich mittlerweile eine Initiativgruppe gebildet, welcher ich von ganzem Herzen viel Erfolg bei ihrer Mission wünsche. Gleichzeitig sei Diözesanbischof Egon Kapellari, Graz-Seckau, dringend dazu ermutigt, diese Person ihres Amtes zu entheben, auch im eigenen Interesse. Menschen wie Tropper fügen der ohnehin angeschlagenen Kirche weiteren erheblichen Schaden zu. Andererseits kennt man ja mittlerweile die Kuschelpolitik von den Diözesen: Man wird wohl bestenfalls das „Gespräch mit Herrn Pfarrer Tropper“ suchen.

UPDATE 1: Und hier wird die hässliche Fratze dieses katholischen Teufels besonders deutlich.

UPDATE 2: Immerhin etwas. (Artikel in der Kleinen Zeitung)

Pfarrer Karl Tropper

Die Hetze von Pfarrer Karl Tropper

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Verwunderung, Überraschung und Erleichterung machte sich breit, als Anfang Dezember das pseudo-katholische Hetzportal Kreuz.net über Nacht dicht machte und aus dem WWW verschwand. Offenbar war der Druck durch die engagierte Arbeit von Stoppt Kreuz.net auf die feigen anonymen Betreiber des Hassforums zu gross geworden. Weniger verwundert war man, als gut einen Monat später eine Nachfolgerseite von kreuz.net auftauchte. Kreuz-net.at ist von der Aufmachung her mit der Vorgängerseite fast identisch. Einzig das Teufelsrot ist mit einem unschuldigen Tannengrün ersetzt worden, die bisherigen Inhalte sind jedoch alles andere als unschuldig, da im typischen kreuz.net-Jargon abgefasst. Auch hier in Worte gefasster Brechdurchfall. Homosexuelle Menschen werden als «Sodomiten» bezeichnet, das renommierte österreichische Blatt «Der Standard» als projüdisch und antikatholisch bezeichnet.

Die braune Spur aus Wien
Einen grossen Unterschied zu kreuz.net gibt es dennoch: Im Impressum zeichnet eindeutig ein gewisser Günther Schneeweiss-Arnoldstein für die neue Homepage verantwortlich, ansässig an der Weihburggasse 29 in Wien 1. Schneeweiss-Arnoldstein ist alles andere als unbekannt, geschweige denn ein unbeschriebenes Blatt. Er gehört wie die Kreuz.net-Macher und deren Anhänger und Kumpanen zur braunen Brut. Im Internet finden sich allerlei Spuren dieses rechtsextremen Herrn, der offen Antisemitismus schürt, den Holocaust leugnet und Homosexuelle beschimpft. Kostproben seiner Bestrebungen sind mitunter auf der ebenfalls von ihm betriebenen Seite couleurstudent.at zu lesen. Die hasserfüllte Seite strotzt nur so von hetzerischem Inhalt gegen Juden und Homosexuelle.

Experten sehen hinter kreuz-net.at nicht etwa das offizielle Nachfolgeprodukt von kreuz.net, sondern vielmehr das Projekt eines Trittbrettfahrers, der die Bekanntheit des geschlossenen Hetzportals für seine Zwecke nutzen und Aufmerksamkeit erregen will. Dies ist ihm bisher bestens gelungen.

Gloria.tv würdigt den homophoben Antisemiten
Ordentlich ins eigene Fleisch hat sich indes das katholische Video-Portal Gloria.tv geschnitten, nachdem dessen Sprecherin Eva Doppelbauer („Laudetur Jesus Christus“) am 7. Januar in den Videonachrichten (Beitrag hier: http://gloria.tv/?media=381164) das Bestreben Schneeweiss-Arnoldsteins würdigte und den rechtsextremen Hetzer als «mutigen Katholiken» bezeichnete. Die Aktion «Stoppt Kreuz.net» appelliert nun an die Kirchenvertreter zu handeln und sich explizit von Gloria.tv zu distanzieren. Der bezüglich Kreuz.net in den Blickpunkt geratene konservative Pfarrer Guido Rodheut von Herzogenrath hat bereits reagiert und die Verlinkung zu Gloria.tv von der Pfarreihomepage entfernen lassen sowie die sofortige Löschung eines auf dem Portal publizierten Interviews beantragt (Anmerkung: Andere mögen es ihm umgehend gleichtun!).

Dass Gloria.tv auf solche Weise mit Schneeweiss-Arnoldstein sympathisiert, ist einmal mehr bezeichnend dafür, welche Ziele das Video-Portal verfolgt. Vor allem unter den Kommentatoren hat sich in jüngster Zeit zunehmend eine deutliche Kreuz.net-Haltung manifestiert, sowohl im Gedankengut als auch in der Wortwahl. Gloria.tv rückt derzeit immer mehr in den Fokus von Organisationen wie «Stoppt Kreuz.net», denn das Portal, das unter dem verheissungsvollen Motto „Je katholischer desto besser“ agiert, birgt alleine durch seine beachtliche Bekanntheit ein erhebliches Gefahrenpotenzial für weitere Menschenverachtung und Verhetzung unbescholtener Menschen. Mehrere Gloria.tv-Kommentatoren machen keinen Hehl daraus, einst bei Kreuz.net rege mitgehetzt zu haben.

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Im Rahmen der Ermittlungen gegen die Hintermänner der widerwärtigen, pseudokatholischen Hass- und Fanatikerseite Kreuz.net – die Seite ist mittlerweile vom Netz genommen – hat sich bei der intensiven Fahndung nach den Verantwortlichen der Verdacht erhärtet, dass der Pfarrer von St. Jakob in Penzing, Christian Sieberer, neben fünf anderen Verdächtigen mit den Machern der Seite in enger Verbindung steht oder gar zu den Drahtziehern gehört. Spiegel TV hat sich auf die Spurensuche begeben und Pfarrer Sieberer zur Causa Kreuz.net befragen wollen (Sendung vom 25.11.2012, 23.15 Uhr). Als das Reporterteam den Geistlichen auf der Strasse in Penzing fragen wollte, wie er zu Kreuz.net stehe, ist dieser wortlos weitergegangen, hat keinen Mucks gemacht, die Anfrage eisern ignoriert.

Die (Nicht-)Reaktion spricht wohl für sich
Mal ehrlich: Hätte der „Pfaffenheini“, wie sich der ultrakonservative Priester selbst nennt, eine saubere Weste bezüglich Kreuz.net, hätte er anders reagiert oder zumindest den Reportern guten Gewissens mit ein paar wenigen Worten sagen können, er hätte nichts mit dem Hassportal zu tun. Kurzum: So reagiert kein Unbeteiligter. Sollte sich rausstellen, dass Sieberer mit Kreuz.net in Verbindung steht, dürfte ein Sturm über die Pfarre Penzing hereinbrechen. Und dann müsste die Erzdiözese Wien wohlüberlegt handeln. Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn äusserte unlängst, er habe einen festen Verdacht, dass zwei Geistliche aus seiner Diözese mit hinter Kreuz.net stecken. Ob Pfarrer Sieberer einer der von ihm Verdächtigten ist? Letzterer ist dem Erzbischof seit einem Zwist um das Vetorecht bezüglich Wahlen innerhalb der Pfarre nicht mehr freundlich gesinnt.
Vor einem ähnlichen Problem steht indes das Bistum Mainz. Ein Priester im Raum Darmstadt – zum Bistum gehörend – hat erwiesenermassen auf Kreuz.net Beiträge mit hetzerischem Inhalt befürwortend mit Spott und Hohn kommentiert. Der Priester, namentlich handelt es sich um Pfarrer Hendrick Jolie, hüllte sich ebenfalls in Schweigen gegenüber dem Repoter-Team von Spiegel TV. Auch er sehr suspekt. Das Bistum hat ihn zu einem Gespräch zitiert. Und das Resultat? Es hat natürlich keine Konsequenzen. Einzig ein mildes Hinweisen, er soll sich künftig von dem Portal distanzieren. Schwach und einfach kennzeichnend für die Gesinnung der katholischen Kirche.

Kreuz.net – das Werk einer bösartigen, gottlosen Gruppierung
Kreuz.net verbreitet seit Jahren menschenverachtendes Gedankengut, verunglimpft auf primitivste Weise Personen des öffentlichen Interesses, die aus Sicht von Kreuz.net mit den erzkonservativen Ansichten des Katholizismus nicht konform gehen, schürt Antisemitismus und Rechtsextremismus. Am allerstärksten jedoch hat Kreuz.net homosexuelle Menschen im Visier, beschimpft sie und ruft zu deren Verfolgung auf. Erneut in den Fokus geraten ist Kreuz.net im Oktober 2012 mit einem scheusslichen Hassartikel zu Dirk Bachs Tod, in dem der homosexuelle Schauspieler und Komödiant posthum aufs Übelste beschimpft worden ist („Jetzt brennt er in der ewigen Homohölle“, „Sittenverderber“, „Kotstecher“, „gesellschaftsschädlicher Homo-Gestörter“, …). Die Autoren und viele Kommentatoren bedienen sich primitivster Fäkalsprache. Die Eigenleistungen von Kreuz.net sind mehrheitlich redaktioneller Brechdurchfall.

Einen aufschlussreichen und meiner Meinung nach sehr fundierten, in fast jeder Hinsicht zutreffenden Blick auf die Causa Kreuz.net gibt der offen homosexuell lebende katholische Tehologe David Berger (Interview lesen).

Zum Verständnis:
Die Hintergründe
Update

Pfarrkirche St. Jakob, Penzing

Pfarrkirche St. Jakob, Penzing. Hier predigt der „Pfaffenheini“.

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Kreuz.net ist ein Hetz- und Hassportal, ein pseudokatholisches Fäkalforum ersten Ranges. Eine pure Dreckschleuder primär gegen homosexuelle Menschen und gegen alles, was in der erzkonservativen katholischen Weltanschauung als fortschrittlich gelten könnte. Weiter brilliert das Portal mit Antisemitisus und Rechtsextremismus.

Als die Autoren einen abscheulichen Artikel über den Tod von Dirk Bach („Jetzt brennt er in der ewigen Homo-Hölle“) publizierten, war das Fass für viele übergelaufen. Anzeige wurde erstattet und ein hoher Geldbetrag für die Erfassung der Hintermänner der Internetseite ausgesetzt. Nun haben intensive Recherchen ergeben, dass die Autoren, die wohl aus Deutschland, der Schweiz und Österreich stammen, teils höchsten kirchlichen Kreisen angehören. Vier der fünf Verantwortlichen sind den Ermittlungen zufolge Diözesanpriester. Einer davon soll der Diözese Wien angehören.

Erbauend, was in der katholischen Kirche für eine Brut heranreift.

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—–> Streit um homosexuellen Kirchenrat

Ein Kirchenmann, sympathisch und sich für die Gemeinde aufopfernd – so kommt es zumindest rüber -, und der seine Aufgabe gewissenhaft erledigt, die Anerkennung im Dorf geniesst und somit der Kirche einen grossen Dienst erweist…

Aber was bringt diese Erkenntnis schon – die katholische Kirche wird es nie lernen. Eher geht sie an sich selbst zugrunde! Das ist dann bloss noch eine Frage der Zeit.

Die Reaktion der Einwohner ist vorbildlich und lobenswert. Hoffentlich setzt sich Florian Stangl durch und setzt wenigstens ein kleines Zeichen gegen diese Unterdrückung und widerliche Scheinheiligkeit gewisser Kirchenobrigkeiten. Stangl gebührt höchster Respekt für seinen Mut, zu seiner Sexualität und zu seinem Lebenspartner zu stehen.

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