Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘dom’


Über die Lage des Hotels brauch ich keine Worte verlieren. 30 Meter Luftlinie zum Stephansdom. Besser geht nicht.

Das ganze Haus macht einen sehr gepflegten Eindruck. Das Personal ist freundlich und sehr aufmerksam. Das Zimmer hat mir sehr gut gefallen. Hoher Raum, modern, blitzblank sauber, bequemes Einzelbett mit top Schlafkomfort. Bad war geräumig mit schönen Grohe-Armaturen. Das kostenlose Wifi funktionierte tadellos und schnell. Einzig die Lage des Zimmers hat mich ein wenig enttäuscht. Es zeigte gegen den Hof, daher war es zwar sehr ruhig. Aber es lag ganz unten im Hof, weshalb es leider auch tagsüber beklemmend düster bleibt. Jetzt im trüben November hat mir das nicht viel ausgemacht. Im Sommer würde ich mich etwas eingepfercht fühlen.

Aber abgesehen davon gabs rein absolut nichts am Zimmer auszusetzen. Etwas wunderlich war der Weckruf. Ich habe am Telefon beim Bett 6.50 Uhr eingegeben. Um 6:32 Uhr (!) ging dann das Telefon im Bad (!): „Guten Morgen, es ist 6.50 Uhr. Bitte aufstehen.“ Ich nahms mit Humor.

Frühstücksbuffet ist überschaubar, aber fein und erlesen. Mir ist das lieber als eine übertriebene Auswahl. Der Blick bei Frühstück durch die grosse Glasfront direkt auf die Hauptfassade des Doms ist sehr erbauend.

Fazit: Das Hotel am Stephansplatz ist ein sympathischer, komfortabler Betrieb und hat mich begeistert. Ich war hier nicht zum letzten Mal.

Zimmertipp: Zimmer zum Hof sind in den oberen Stockwerken heller.

Hotel am Stephansplatz

Hotel am Stephansplatz

Hotel am Stephansplatz

Hotel am Stephansplatz

Hotel am Stephansplatz

Hotel am Stephansplatz

Hotel am Stephansplatz

Hotel am Stephansplatz

Advertisements

Read Full Post »


Der Wiener Stephansdom ist nicht einfach eine grosse Kirche mit ihren „üblichen“ Funktionen. Er ist eine Schatztruhe voller Geheimnisse und birgt eine Vielzahl an Kuriositäten, deren Bedeutung nur Eingeweihten bekannt ist. Wer weiss denn beispielsweise schon, dass an der Hauptfassade des Doms je ein männliches und ein weibliches Geschlechtsteil dargestellt ist und zwar vollplastisch. Jawohl, unter den Heidentürmen prangen ein Penis und eine Vagina. Selbstverständlich nicht so explizit gemeisselt, dass man es als Betrachter gleich wahrnimmt.

Die Portalanlage wird von je einer Doppelsäule flankiert, die bis auf halbe Höhe unter die beiden Rundfenster reichen. Ihren Abschluss finden die beiden Säulen in einem Phallus (links) und einer Vulva (rechts). Diese Zeichen sind für eine christliche und erst recht für eine katholische Kirche höchst ungewöhnlich. Historiker deuten die beiden Doppel-Rundpilaster als die Säulen Jachin und Boas. Sie entsprechend somit den beiden das Portal flankierenden Säulen des Tempels in Jerusalem, welche von König Salomo in Auftrag gegeben worden waren. In den Dombauhütten war es bei Freimaurern Tradition, diese Symbolik aufzugreifen als Zeichen der Berufsnachfolge.

Die Genitalien am Ende der Säulen gehören allerdings nicht zu dieser salomonischen Symbolik. Die Geschlechtsdarstellungen bedeuten vielmehr das männlich-aktive und das weiblich-passive Prinzip. Die genaue Absicht des Baumeisters scheint nicht überliefert und lässt deshalb Raum für Mutmassungen und Interpretationen. Aber es ist reichlich erheiternd, an einer erzkatholischen Kirche zwei so freizügige Symbole vorzufinden.

dom_phallus

Salomonische Säule am Stephansdom mit Phallus-Darstellung

dom_vulva

Salomonische Säule am Stephansdom mit Vagina-Darstellung

 

Read Full Post »