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Posts Tagged ‘homophobie’


Es ist nicht das erste mal, dass es im Café Prückel zu einem unsäglichen Vorfall kommt, nämlich dass ein homosexuelles Paar des Lokals verwiesen wird, nur weil es sich zur Begrüssung geküsst hat. Soeben wieder geschehen mit zwei Frauen – ein Pärchen. Sie wurden dafür von einem der Ober gerügt und abschätzig behandelt, so die Nachricht. Nachdem sich die zwei Frauen bei der Kaffeehausleitung beschweren wollten, wurden Sie hinausgeworfen. Die Inhaberin, Christl Sedlar, gegenüber ORF: „Es war mehr als ein Begrüssungskuss. Man muss ja nicht öffentlich so zeigen, dass man zusammengehört.“ (Obwohl sie die Szene selber nicht gesehen hat!, Anm.) Frau Sedlar soll zudem gesagt haben, dass die Zurschaustellung der Andersartigkeit nicht in ein traditionelles Wiener Kaffeehaus gehöre, sondern in einen Puff. Und DIES ist der eigentliche Stein des Anstosses!

Dass man sich in einem Gastrobetrieb nicht abschlabbert, versteht sich von selbst. Und das gilt sowohl für Homos als auch für Heteros. Aber das steht hier nun mal nicht im Zentrum, zumal es gemäss Aussage der Betroffenen tatsächlich nicht mehr als eine Begrüssung war. Der Eklat besteht in der eindeutig homofeindlichen Gesinnung der alten Dame. Und wenn dem nicht so ist, dann soll Frau Sedlar hinstehen und die Sache öffentlich klarstellen.

Hausrecht hin oder her, mir war das Prückel immer sympathisch, und ich zählte es zu meinen bevorzugten Stammcafés in Wien. Aber nach diesem neuerlichen skandalösen Vorfall dieser Art überlege ich es mir zweimal, ob ich hier so schnell wieder einkehre und die hier herrschende Homofeindlichkeit und Arroganz unterstütze. Der Artikel zum Café Prückel auf Planet-Vienna.com erhält eine entsprechende Ergänzung.

Schämen Sie sich, Frau Sedlar !! Und genau so soll sich der betreffende Ober schämen.

 

Update: Am Freitag, 16. Jänner, kam es zu einer grossen Protestkundgebung vor dem Kaffeehaus. Hier ein Video dazu:

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Hier etwas Themenfremdes, doch geht es uns alle an, ob erwünscht oder nicht…

Das Thema Homosexualität wird in letzer Zeit immer hitziger diskutiert. Kaum ein Tag, ohne dass eine Schlagzeile es anpreist… Doch egal, worüber wieder gestritten und debattiert wird – bedenklicher Fakt ist und bleibt: Unkenntnis, falsche Vorurteile und erschreckende Dummheit nähren Homophobie (meines Erachtens ein Unwort). Der „Welt“-Redakteur Matthias Matussek beispielsweise hat mit seinem Beitrag den Vogel sprichwörtlich ab- und sich selbst auf direktem Weg ins Abseits geschossen. Zur ganzen Thematik verweise ich hier auf einen hervorragenden Artikel von Sozialpsychologe Dr. Ulrich Klocke, den ich jedem zur Lektüre empfehle, ungeachtet seiner Einstllung gegenüber Homosexualität.

Link zum Artikel:
http://www.zeit.de/wissen/2014-02/homophobie-ursachen-folgen-akzeptanz

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Off Topic… Aber das muss einfach Verbreitung finden. Es schlägt dreizehn: Der Chef des italienischen Pasta-Konzerns Barilla äussert sich öffentlich ablehnend gegen homosexuelle Menschen. Er schliesse Homosexuelle aus der Werbung aus, und wenns ihnen nicht passe, sollen sie andere Teigwaren kaufen, schiebt er hinterher. Dies reicht um zu erfassen, wes Geistes Kind so ein Mensch ist.

Als eine im Jahre 2013 lebende, offene und meines Erachtens einigermassen gebildete Person fehlen mir hier schlicht und ergreifend die Worte. Wie kann man als Chef eines weltbekannten Konzerns vor die Kamera treten und so etwas von sich geben?

Lesen Sie selbst, und bilden Sie sich selber ein Urteil, und passen Sie ggf. Ihren Einkaufszettel an. Die bisherigen Kommentatoren im folgenden Artikel verfügen allerdings nicht gerade über den nötigen Weitblick, denn Meinungsfreiheit und Diskriminierung sind zwei grundverschiedene Dinge.

http://www.tagesschau.de/ausland/barilla-homosexuelle100.html

Firmenchef Guido Barilla

Firmenchef Guido Barilla

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Verwunderung, Überraschung und Erleichterung machte sich breit, als Anfang Dezember das pseudo-katholische Hetzportal Kreuz.net über Nacht dicht machte und aus dem WWW verschwand. Offenbar war der Druck durch die engagierte Arbeit von Stoppt Kreuz.net auf die feigen anonymen Betreiber des Hassforums zu gross geworden. Weniger verwundert war man, als gut einen Monat später eine Nachfolgerseite von kreuz.net auftauchte. Kreuz-net.at ist von der Aufmachung her mit der Vorgängerseite fast identisch. Einzig das Teufelsrot ist mit einem unschuldigen Tannengrün ersetzt worden, die bisherigen Inhalte sind jedoch alles andere als unschuldig, da im typischen kreuz.net-Jargon abgefasst. Auch hier in Worte gefasster Brechdurchfall. Homosexuelle Menschen werden als «Sodomiten» bezeichnet, das renommierte österreichische Blatt «Der Standard» als projüdisch und antikatholisch bezeichnet.

Die braune Spur aus Wien
Einen grossen Unterschied zu kreuz.net gibt es dennoch: Im Impressum zeichnet eindeutig ein gewisser Günther Schneeweiss-Arnoldstein für die neue Homepage verantwortlich, ansässig an der Weihburggasse 29 in Wien 1. Schneeweiss-Arnoldstein ist alles andere als unbekannt, geschweige denn ein unbeschriebenes Blatt. Er gehört wie die Kreuz.net-Macher und deren Anhänger und Kumpanen zur braunen Brut. Im Internet finden sich allerlei Spuren dieses rechtsextremen Herrn, der offen Antisemitismus schürt, den Holocaust leugnet und Homosexuelle beschimpft. Kostproben seiner Bestrebungen sind mitunter auf der ebenfalls von ihm betriebenen Seite couleurstudent.at zu lesen. Die hasserfüllte Seite strotzt nur so von hetzerischem Inhalt gegen Juden und Homosexuelle.

Experten sehen hinter kreuz-net.at nicht etwa das offizielle Nachfolgeprodukt von kreuz.net, sondern vielmehr das Projekt eines Trittbrettfahrers, der die Bekanntheit des geschlossenen Hetzportals für seine Zwecke nutzen und Aufmerksamkeit erregen will. Dies ist ihm bisher bestens gelungen.

Gloria.tv würdigt den homophoben Antisemiten
Ordentlich ins eigene Fleisch hat sich indes das katholische Video-Portal Gloria.tv geschnitten, nachdem dessen Sprecherin Eva Doppelbauer („Laudetur Jesus Christus“) am 7. Januar in den Videonachrichten (Beitrag hier: http://gloria.tv/?media=381164) das Bestreben Schneeweiss-Arnoldsteins würdigte und den rechtsextremen Hetzer als «mutigen Katholiken» bezeichnete. Die Aktion «Stoppt Kreuz.net» appelliert nun an die Kirchenvertreter zu handeln und sich explizit von Gloria.tv zu distanzieren. Der bezüglich Kreuz.net in den Blickpunkt geratene konservative Pfarrer Guido Rodheut von Herzogenrath hat bereits reagiert und die Verlinkung zu Gloria.tv von der Pfarreihomepage entfernen lassen sowie die sofortige Löschung eines auf dem Portal publizierten Interviews beantragt (Anmerkung: Andere mögen es ihm umgehend gleichtun!).

Dass Gloria.tv auf solche Weise mit Schneeweiss-Arnoldstein sympathisiert, ist einmal mehr bezeichnend dafür, welche Ziele das Video-Portal verfolgt. Vor allem unter den Kommentatoren hat sich in jüngster Zeit zunehmend eine deutliche Kreuz.net-Haltung manifestiert, sowohl im Gedankengut als auch in der Wortwahl. Gloria.tv rückt derzeit immer mehr in den Fokus von Organisationen wie «Stoppt Kreuz.net», denn das Portal, das unter dem verheissungsvollen Motto „Je katholischer desto besser“ agiert, birgt alleine durch seine beachtliche Bekanntheit ein erhebliches Gefahrenpotenzial für weitere Menschenverachtung und Verhetzung unbescholtener Menschen. Mehrere Gloria.tv-Kommentatoren machen keinen Hehl daraus, einst bei Kreuz.net rege mitgehetzt zu haben.

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