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Verwunderung, Überraschung und Erleichterung machte sich breit, als Anfang Dezember das pseudo-katholische Hetzportal Kreuz.net über Nacht dicht machte und aus dem WWW verschwand. Offenbar war der Druck durch die engagierte Arbeit von Stoppt Kreuz.net auf die feigen anonymen Betreiber des Hassforums zu gross geworden. Weniger verwundert war man, als gut einen Monat später eine Nachfolgerseite von kreuz.net auftauchte. Kreuz-net.at ist von der Aufmachung her mit der Vorgängerseite fast identisch. Einzig das Teufelsrot ist mit einem unschuldigen Tannengrün ersetzt worden, die bisherigen Inhalte sind jedoch alles andere als unschuldig, da im typischen kreuz.net-Jargon abgefasst. Auch hier in Worte gefasster Brechdurchfall. Homosexuelle Menschen werden als «Sodomiten» bezeichnet, das renommierte österreichische Blatt «Der Standard» als projüdisch und antikatholisch bezeichnet.

Die braune Spur aus Wien
Einen grossen Unterschied zu kreuz.net gibt es dennoch: Im Impressum zeichnet eindeutig ein gewisser Günther Schneeweiss-Arnoldstein für die neue Homepage verantwortlich, ansässig an der Weihburggasse 29 in Wien 1. Schneeweiss-Arnoldstein ist alles andere als unbekannt, geschweige denn ein unbeschriebenes Blatt. Er gehört wie die Kreuz.net-Macher und deren Anhänger und Kumpanen zur braunen Brut. Im Internet finden sich allerlei Spuren dieses rechtsextremen Herrn, der offen Antisemitismus schürt, den Holocaust leugnet und Homosexuelle beschimpft. Kostproben seiner Bestrebungen sind mitunter auf der ebenfalls von ihm betriebenen Seite couleurstudent.at zu lesen. Die hasserfüllte Seite strotzt nur so von hetzerischem Inhalt gegen Juden und Homosexuelle.

Experten sehen hinter kreuz-net.at nicht etwa das offizielle Nachfolgeprodukt von kreuz.net, sondern vielmehr das Projekt eines Trittbrettfahrers, der die Bekanntheit des geschlossenen Hetzportals für seine Zwecke nutzen und Aufmerksamkeit erregen will. Dies ist ihm bisher bestens gelungen.

Gloria.tv würdigt den homophoben Antisemiten
Ordentlich ins eigene Fleisch hat sich indes das katholische Video-Portal Gloria.tv geschnitten, nachdem dessen Sprecherin Eva Doppelbauer („Laudetur Jesus Christus“) am 7. Januar in den Videonachrichten (Beitrag hier: http://gloria.tv/?media=381164) das Bestreben Schneeweiss-Arnoldsteins würdigte und den rechtsextremen Hetzer als «mutigen Katholiken» bezeichnete. Die Aktion «Stoppt Kreuz.net» appelliert nun an die Kirchenvertreter zu handeln und sich explizit von Gloria.tv zu distanzieren. Der bezüglich Kreuz.net in den Blickpunkt geratene konservative Pfarrer Guido Rodheut von Herzogenrath hat bereits reagiert und die Verlinkung zu Gloria.tv von der Pfarreihomepage entfernen lassen sowie die sofortige Löschung eines auf dem Portal publizierten Interviews beantragt (Anmerkung: Andere mögen es ihm umgehend gleichtun!).

Dass Gloria.tv auf solche Weise mit Schneeweiss-Arnoldstein sympathisiert, ist einmal mehr bezeichnend dafür, welche Ziele das Video-Portal verfolgt. Vor allem unter den Kommentatoren hat sich in jüngster Zeit zunehmend eine deutliche Kreuz.net-Haltung manifestiert, sowohl im Gedankengut als auch in der Wortwahl. Gloria.tv rückt derzeit immer mehr in den Fokus von Organisationen wie «Stoppt Kreuz.net», denn das Portal, das unter dem verheissungsvollen Motto „Je katholischer desto besser“ agiert, birgt alleine durch seine beachtliche Bekanntheit ein erhebliches Gefahrenpotenzial für weitere Menschenverachtung und Verhetzung unbescholtener Menschen. Mehrere Gloria.tv-Kommentatoren machen keinen Hehl daraus, einst bei Kreuz.net rege mitgehetzt zu haben.

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