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Posts Tagged ‘leo’


Tief in der steinernen Konsole der linken Säule am Adlertor des Stephansdomes verankert, entdeckt der aufmerksame Passant etwas, das wie ein eiserner Griff aussieht. Das mutmassliche Griffteil jedoch ist beweglich und lässt sich drehen. Es handelt sich um ein einzigartiges Relikt aus der Bauzeit des Nordturmes: Mit Sicherheit diente das Eisenteil als Seilspule oder Umlenkrolle für eine Vorrichtung, mit welcher Bauelemente in die Höhe gezogen wurden. Es hatte also eine rein praktische Funktion.

Wie es aber so ist, provozieren so alte Kuriositäten allerlei Legenden und Mutmassungen. So ist im Falle dieser mittelalterlichen Seilspule schon vor langer Zeit die Geschichte erzählt worden, bei der Spule handle es sich um einen so genannten „Asylring“. Verfolgte, welche es schafften, diesen „Asylring“ zu berühren, standen per sofort unter kirchlichem Schutz und durften nicht mehr festgenommen und bestraft werden. Dies geht vermutlich auf einen Erlass Herzog Leopold IV. des Glorreichen (1176-1230) zurück, der es Kirchen und Klöstern erlaubte, Verbrechern Schutz zu bieten, wenn sie es bis zu deren Mauern, respektive zu deren „Lepoltring“ geschafft haben. Lokalkundige kennen für diesen Asylring deshab auch die Bezeichnung „Leo“.

 

asylring

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Es ist eines der hingebungsvollsten und romantischsten Lieder der silbernen Operettnära: Das Duett des verliebten Wirtenpaares in einem Wiener Beisl am Rande der Stadt von Leo Fall aus der Operette „Der liebe Augustin“. Am schönsten ist es wohl, wenn sich Anneliese Rothenberger und Rupert Glawitsch das Stelldichein im schummrigen Wirthaus geben. Ich haben mich dafür einfach mal hingesetzt, das Lied in G-Dur angestimmt… et voilà: meine persönliche Pianoversion.

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