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Man kennt den Platz vor der Albertina als luftige Fläche mit dem eigenwilligen Judendenkmal von Alfred Hrdlicka. Auf einer eher wenig beachteten Gedenktafel wird an den Philipphof erinnert, der hier einst protzte. Kaum jemand unter den tausenden von Touristen, die täglich über den Platz gehen, ahnen, dass sie über Leichen gehen. Karl König erbaute 1884 den prächtigen Monumentalpalast zwischen Albertina und Lobkowitzplatz.

Als am 12. März 1945, kurz vor Kriegsende, ein Bombenhagel auf die Wiener Innenstadt niederging suchten viele Menschen schutz in den als sicher geltenden Luftschutzkellern des Philipphofes. Doch dieser wurde schwer getroffen, stürtzte in sich zusammen und begrub die Schutzsuchenden tief unter sich. die über 300 Toten wurden nie geborgen und liegen noch heute unter dem Platz vor der Albertina. Im Oktober 1947 wurde die Ruine des einstigen Wohnpalastes abgetragen. Aus Pietätsgründen wurde der Platz nicht mehr bebaut, sondern zum Gedenken der Toten und der verfolgten Juden ein Denkmal errichtet.

Mit dem Philipphof verschwand ein prächtiges Gebäude aus dem Stadbild des kaiserlichen Wien.

Der Philipphof

Der Philipphof

Philipphof, Wien

Philipphof, Wien

Philipphof um 1898

Philipphof um 1898

Ruine des Philipphofes nach der Bombardierung

Ruine des Philipphofes nach der Bombardierung

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